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Erdbeer-Beet im „Gallus-Garten“. Der Gemeinschaftsgarten ist auch in der Ausstellung vertreten.
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Erdbeer-Beet im „Gallus-Garten“. Der Gemeinschaftsgarten ist auch in der Ausstellung vertreten.

Ausstellungen in Frankfurt

Frankfurt: Gärtnern ist mehr als Trost in harten Zeiten

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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In einer neuen Ausstellung im Stadtlabor des Historischen Museums in Frankfurt kommen Gärtnerinnen und Gärtner zu Wort.

Wer an Frankfurt denkt, hat oft Hochhäuser vor Augen. Tatsächlich ist Frankfurt aber eine grüne Stadt, die allein über mehr als 40 Parks verfüge, wie Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) gestern bei der Eröffnung der Ausstellung „Gärtnern jetzt!“ des Stadtlabors im Historischen Museum hervorhob. Der im Titel enthaltenen Aufforderung, die Stadt noch grüner zu machen, folgen immer mehr Frankfurterinnen und Frankfurter. Allein an der Entwicklung der Schau haben sich mehr als 50 Gärtnerinnen und Gärtner beteiligt.

„Mein Garten ist ein Refugium der Normalität in der Pandemie. Meine Tulpen blühen jedes Frühjahr, egal, was passiert“, zitiert Susanne Gesser, die Leiterin des Stadtlabors, aus einem Gespräch mit einer Hobbygärtnerin. „Gärtnern ist in der Pandemie zu einem Lifestyle geworden“, bestätigt Katharina Böttger, die Kuratorin der Ausstellung.

Ausstellungen

Die Stadtlabor-Ausstellung „Gärtnern Jetzt“ ist bis zum 10. Oktober im Historischen Museum, Saalhof 1, in Frankfurt zu sehen.

Sie ist Teil einer Ausstellungstrias zum Thema „Die Stadt und das Grün“. Die größte der drei Schauen, die kulturgeschichtliche Ausstellung „Frankfurter Gartenlust“ sowie „Umwelt, Klima und Du“, eine interaktive Ausstellung für Kinder und Jugendliche im Jungen Museum des Historischen Museums, sind bis 10. Oktober verlängert worden.

Zu allen drei Ausstellungen bietet das Museum ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm an, u. a. Führungen, Workshops, Radtouren und die Gesprächsreihe „Urban Green“. lad

www.historisches-museum-
frankfurt.de

Und die Frankfurter:innen gärtnern längst nicht nur in ihren eigenen (Klein-)Gärten. Sie bringen sich in Schulgärten und Gemeinschaftsgärten, beispielsweise bei den „Krautgärtnern“ in Oberrad ein, sie pflegen sogenanntes Straßenbegleitgrün, wie etwa Gertraude Friedeborn in der Ernst-May-Siedlung, gießen in heißen Sommern Straßenbäume oder werfen als „Guerilla Gardeners“ Samenbomben. Das und auch die politische Dimension des Gärtnerns spiegelt sich in der Ausstellung des Stadtlabors, das zugleich ein Ausstellungsformat und eine Forschungsmethode ist.

Stadtlaborantinnen und Stadtlaboranten, also Frankfurterinnen und Frankfurter, finden sich im Stadtlabor für ein bestimmtes Thema zusammen, um ihre Geschichten zu erzählen und ihre Anliegen zu präsentieren. Beim Thema „Gärtnern“ war der Andrang groß. Der Workshop, mit dem die Arbeiten für die Ausstellung begannen, musste wegen der großen Teilnehmer:innenzahl gleich zweimal angeboten werden, erzählt Kuratorin Böttger. Und hinter den mehr als 50 Gärtnerinnen und Gärtnern, die sich beteiligten, stünden ebenso viele Vereine, Projektgruppen und Initiativen mit vielen Mitgliedern.

„Gärtnern jetzt!“ ist Teil einer Ausstellungstrias, zu der die kulturgeschichtliche Ausstellung „Frankfurter Gartenlust“ sowie „Umwelt, Klima und Du“ eine interaktive Ausstellung für Kinder und Jugendliche im Jungen Museum des Historischen Museums gehören. Die beiden letztgenannten Ausstellungen, die bereits im Frühjahr eröffnet wurden, werden bis 10. Oktober verlängert, da sie wegen der coronabedingten Schließung der Museen bislang kaum jemand anschauen konnte, wie Museumsdirektor Jan Gerchow sagt. Sein Haus ist seit gestern wieder geöffnet, Anlass für die Ausstellungstrias im Historischen Museum ist ein Doppeljubiläum. Der Palmengarten feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen, und der Frankfurter Grüngürtel wurde vor 30 Jahren als einer der ersten städtischen Grüngürtel der Welt mit einer Verfassung begründet.

Wie wichtig Gärten etwa für die Ernährung und Selbstversorgung sind, veranschaulicht in der Stadtlabor-Ausstellung ein Objekt in Form eines Baumes. Unter dem Titel „Alles außer Apfelwein“ zeigt die Hobbygärtnerin Hildegard Kammer dort, was sie alles aus den Früchten ihres 100-jährigen Apfelbaumes machen kann. Und das ist ganz erstaunlich viel.

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