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Frankfurt: Fußball für Kinder mit Handicap

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Von: Steven Micksch

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Das Angebot des SV Sachsenhausen stieß rasch auf große Resonanz.
Das Angebot des SV Sachsenhausen stieß rasch auf große Resonanz. © christoph boeckheler*

In Sachsenhausen gibt es ein neues Sportangebot für Kinder mit Beeinträchtigungen. Der Verein plant bereits eine zweite Gruppe.

Seit knapp zwei Monaten besteht die Fußballgruppe für Kinder und Jugendliche mit einem Handicap mittlerweile beim SV Sachsenhausen. Mirko Döring, der sie gemeinsam mit Denis Ata leitet, ist fast ein wenig überrascht, wie schnell das Angebot angenommen wurde. Sieben bis acht junge Menschen kommen regelmäßig samstagvormittags zum Training. „Sie genießen das total“, sagt der 27-jährige Döring.

Häufig wollten die Kinder nach der 90-minütigen Einheit gar nicht aufhören, sondern einfach weiterspielen. Dabei stehe bei dem Angebot nicht unbedingt der Fußball im Vordergrund, sondern die Teilhabe der Kinder am Vereinsleben. Döring verweist auf das Normalisierungsprinzip.

Die Teilnehmer:innen gehören dem Verein an, zahlen Mitgliedsbeiträge und sind bei allen Vereinsaktivitäten dabei, etwa jüngst beim Sommerfest. Dabei zeige sich die Erfahrung des SV Sachsenhausen im Umgang mit Kindern, aber auch Erwachsenen mit einer Beeinträchtigung. Der Verein hat bereits mehrere darauf abzielende Angebote.

Die Samstagsgruppe für junge Menschen wurde gemeinsam mit der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft Im-Pulse ins Leben gerufen; das Frankfurter Sportamt fördert das Projekt. Bisher sind die Teilnehmer:innen zwischen 7 und 16 Jahren alt. Pädagoge Döring hofft in naher Zukunft auf eine zweite Gruppe, damit man die Altersspanne etwas kleiner fassen könne. Bisher versuchen die Leiter, die Übungen abzustufen, damit die Jüngeren nicht über- und die Älteren nicht unterfordert werden.

Stets ein Abschlussspiel

Beim Training konzentriere man sich auf meist zwei Übungen und mehrere Stationen. Und stets gebe es ein Abschlussspiel. Freundschaftsspiele oder Turniere könnten nur zustande kommen, wenn weitere Mannschaften in der Region entstünden. In Eschborn gebe es eine ähnliche Gruppe, weiß Döring, der selbst dort lebt. Das sei durchaus ein Anknüpfungspunkt.

Momentan kommen Kinder mit Autismus, kognitiven Einschränkungen oder Spastiken. Aber auch junge Menschen mit ADHS, Entwicklungsverzögerungen oder emotionalen Störungen könnten Teil der Gruppe werden, erklärt der 27-Jährige. Auch Eltern von schwer mehrfach behinderten Kindern könnten sich melden.

Weitere Informationen zum Fußballangebot per E-Mail infa@impulse-frankfurt.de oder Tel. 0176/199 45 072.

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