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Frankfurt: Fußball-EM mit Klimaschutz

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Von: Georg Leppert

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Wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 soll im Sommer 2024 am Main gefeiert werden.
Wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 soll im Sommer 2024 am Main gefeiert werden. © FRFOTO

Die Stadt Frankfurt setzt bei den Plänen für das Turnier im Sommer 2024 auf Nachhaltigkeit.

Es soll eine nachhaltige Fußball-Europameisterschaft werden im Jahr 2024 – in allen Ausrichterstädten und somit auch in Frankfurt, wo es vier Partien geben wird, darunter auch ein Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft. Auf Nachfrage der Grünen im Römer stellte Sportdezernent Mike Josef (SPD) am Donnerstag erstmals Details des Konzepts vor.

Auf „Ökologie, Ökonomie und Soziales“ werde die Stadt sowohl bei dem in diesem Herbst beginnenden Ausbau des Frankfurter Waldstadions auf rund 60 000 Plätze als auch bei den Plänen für das Fan-Fest in der Innenstadt achten, sagte Josef. Im Stadion soll die Zahl der Plätze für Rollstuhlfahrer:innen von 114 auf 214 erhöht werden. Zudem werde es mehr Flächen geben, um Fahrräder abzustellen. Mit einer entsprechenden Anlage soll im Stadion künftig Regenwasser aufbereitet werden.

Frankfurt: Nachhaltiges Fanfest am Mainufer

Auf dem Fanfest, das wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 am Mainufer geplant ist, will die Stadt vorwiegend regionale Produkte anbieten. Auf Plastikgeschirr will sie bei der Party so weit wie möglich verzichten, wie Josef betonte.

Eine Arbeitsgruppe, an der sich auch die Stabsstelle Sauberes Frankfurt und Initiativen wie „Clean FFM“ beteiligen, plant derzeit Veranstaltungen, die sich um Themen wie Vielfalt, Partizipation und Umweltschutz drehen. „Wir wollen gute Gastgeber sein“, sagte Josef.

Frankfurter CDU-Stadtverordnete sieht Uefa in der Pflicht

Die Stadtverordnete Julia Eberz (Grüne) betonte, bei Nachhaltigkeit gehe es nicht nur um Klimaschutz. Auch soziale Gerechtigkeit und Fairness würden davon erfasst und müssten bei den Planungen berücksichtigt werden.

Carolin Friedrich (CDU) nahm den Ausrichter des Turniers, den europäischen Fußballverband Uefa, in die Pflicht. Dieser hatte zuletzt auch die Verantwortung für die Endspiele in der Europa League in Sevilla und in der Champions League in Paris. Dabei hatte es massive Probleme gegeben. In Sevilla gab es trotz großer Hitze für die Fans kaum etwas zu trinken, in Paris gab es große Schwierigkeiten beim Einlass. „So etwas wollen wir hier nicht erleben“, sagte Friedrich.

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