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Frankfurt: Fünf neue Schulen sollen entstehen

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Von: Christoph Manus

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In Frankfurt entstehen durchaus neue Schulen, hier das Gymnasium Süd in Sachsenhausen, das zum Schuljahresbeginn eröffnet wurde.
In Frankfurt entstehen durchaus neue Schulen, hier das Gymnasium Süd in Sachsenhausen, das zum Schuljahresbeginn eröffnet wurde. © Rolf Oeser

Der neue Schulentwicklungsplan wird wohl nächste Woche beschlossen. Er sieht fünf neue Schulen vor. Kritik am Papier kommt vor allem von der CDU. Sie vermisst Realschulen.

In Frankfurt sollen in den kommenden Jahren zusätzlich zu bereits beschlossenen Projekten drei integrierte Gesamtschulen, eine gymnasiale Mittenstufenschule und ein Oberstufengymnasium hinzukommen. Das sieht der Schulentwicklungsplan für die Jahre 2020 bis 2029 vor, den das Stadtparlament aller Voraussicht nach am Donnerstag kommender Woche beschließen wird. Die Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt delegierte die Vorlage zwar am Montagabend vom Bildungs- in den Haupt- und Finanzausschuss, machte aber klar, dass sie dem Papier dort zustimmen wird.

Mit den neuen Schulen reagiert die Stadt auf die nach Prognosen weiter steigende Schülerzahl. Vorgesehen ist zudem etwa, dass die Edith-Stein-Schule in Sossenheim, bisher Haupt- und Realschule zur kooperativen Gesamtschule wird und einen Gymnasialzweig erhält. Im Grundschulbereich sollen nach dem von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) vorgelegten Papier vier Schulen dauerhaft oder übergangsweise mehr Parallelklassen haben.

Stadtelternbeirätin Rafaela Hartenstein äußerte im Ausschuss weniger Kritik am Schulentwicklungsplan als am Tempo, in dem die Stadt Frankfurt Schulen plant und baut. „Wir hinken der Entwicklung seit Jahren hinterher“, sagte sie am Montagabend. „Wir kriegen höchstens ein Drittel des Geplanten auf die Straße.“ Gerade im Bereich Grundschule vermisst sie zudem Puffer, um kurzfristig auf Zuzug von Schülerinnen und Schülern reagieren zu können.

Für die CDU-Fraktion monierte Sara Steinhardt, dass der Plan nicht mehr kooperative Gesamtschulen und eigenständige Haupt- und Realschulen vorsieht. Es gebe eine hohe Zahl von Schüler:innen, die das Gymnasium verlassen. Integrierte Realschulen nähmen aber meist keine Schulformwechsler:innen auf, argumentierte sie. Weber verwies unter anderem auf die geringe Zahl an Eltern, die ihre Kinder auf Haupt- und Realschulen schicken wollten. Diese hätten zudem in der Regel noch freie Plätze. Sie versprach, sich dafür einzusetzen, dass die 23 bereits vorgesehenen und die fünf neuen Schulprojekte rasch geplant und umgesetzt werden.

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