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Unter den wachsamen Augen der Aufsicht wird endlich wieder hingebungsvoll geschwommen und geplantscht.

Freibad

Frühe Schwimmer zieht's nach Hausen

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Viele Badegäste kommen am Osterwochenende von außerhalb, um das früh geöffnete Frankfurter Freibad zu testen.

Wenn die Sonne vom Himmel brennt und sich der Geruch von Sonnencreme mit dem von Pommesfett mischt, dann ist wieder Freibadzeit. In Hausen riecht es schon seit drei Wochen danach. Erstmals in dieser Saison strömten die Badegäste in Scharen am langen Osterwochenende ins „Hausener“, das traditionell als erstes Frankfurter Freibad seine Tore öffnet und im Herbst auch als letztes schließt.

Nicht nur am sonnengeschützten Baby-Plansch-Bereich sowie am Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken, das mit seinen Maßen von 50 mal 41,5 mal 25 Metern (in L-Form) nicht zu den größten Frankfurter Bädern zählt, ist einiges los. Auch am Kiosk herrscht reges Treiben und auf den großzügigen Liegewiesen rund ums Wasser fläzen sich viele Badegäste.

Auf insgesamt rund 4500 schätzt Anne Bauer, Mitarbeiterin der Frankfurter Bäderbetriebe und Schichtleiterin im Hausener Freibad, die Zahl der Besucher von Karfreitag bis Ostermontag, während sie den Blick über die gut gefüllte Liegewiese am Eingang des Bads schweifen lässt. Pro Tag seien es an diesem Wochenende mehr als 1100 Gäste gewesen. „Das ist recht gut für den Anfang der Saison“, sagt Bauer.

Die Wassertemperatur des beheizten Bads mit 26,5 Grad ist ein Grund, warum viele Badegäste auch von außerhalb gekommen sind. So wie Monika und Peter Stahl, die zum ersten Mal aus Hainburg bei Hanau angereist sind. Sie haben sich Pommes am Kiosk gegönnt und diese mit Blick auf’s Treiben am Becken verspeist. „Ein entzückendes Bad“, sagt Monika Stahl. „Sehr gepflegt, sehr entspannt und ein sehr nettes Publikum“, befindet die 63-Jährige. Positiv findet sie auch, dass die warmen Duschen kostenlos und ohne Münzeinwurf, nicht wie in Hanau, seien. Außerdem öffneten die nicht beheizten Bäder dort erst am 1. Mai. „Man muss früh da sein“, sagt ihr Mann. Kritisch sei es mit den Parkmöglichkeiten. Am Vormittag hätte das Paar gerade noch eine Lücke auf dem kleinen Parkplatz am Bad ergattern können.

Viele sind aber auch mit den Fahrrädern gekommen. Oder mit dem Motorrad, wie Michael Haller aus Darmstadt. „Ich weiß gar nicht, wie ich’s gefunden habe“, berichtet der 59-Jährige, während er am östlichen Beckenrand auf einer Bank sitzt und den besonders ambitionierten Schwimmern zuschaut. Auch er war vorher noch nie da. Er würde sich wünschen, dass die Freibäder auch in seiner Stadt eher im Frühjahr öffneten. „Tatsache ist, dass der Sommer immer früher kommt“, sagt Haller. Es sei ein „Unding“, dass die Freibadsaison in Darmstadt erst ab Mitte Mai beginne.

„Ganz schön voll“ finde er das Hausener an diesem Tag, grundsätzlich aber „angenehm“, mit Schatten spendenden Bäumen, „abgeschirmt vom Wind“, allerdings ohne Möglichkeit zum Reinspringen.

Rund um das Becken hängen Schilder mit der Aufschrift „Springen verboten“. Das sehen auch die Schwestern Esmé (11) und Sanaé (13) kritisch. In Wiesbaden, wo sie sonst mit ihrer Mutter Sabrina Chaudhri ins Freibad gingen, sei Springen erlaubt. Aber insgesamt gibt es ein positives Urteil für den ersten Besuch im Hausener Bad: „Es ist groß, das Wasser ist warm“, sagt Esmé. Ihre Schwester ergänzt: „Und es ist nicht zu voll.“ Sabrina Chaudhri spricht von einem „heimeligen Gefühl“ und es sei sehr früh im Jahr geöffnet. Denn auch in Wiesbaden müssen Wasserratten noch mehr als eine Woche auf die Eröffnung der Freibäder warten.

Auf dem Parkplatz des Brentanobads über die Straße koste Parken zwei Euro pro Tag, was auch zu verschmerzen sei.

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