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Das erste Mal seit langem gehen die „Fridays for Future“ wieder in Frankfurt auf die Straße. Monika Müller
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Das erste Mal seit langem gehen die „Fridays for Future“ wieder in Frankfurt auf die Straße. Monika Müller

Fridays for Future

Frankfurt: „Fridays for Future“ wieder auf der Straße

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Die „Fridays for Future“ demonstrieren das erste Mal seit Monaten für den Klimaschutz. Bis zur Bundestagswahl will die Bewegung in Frankfurt wieder sichtbarer werden.

Es beginnt mit Schweigen im Schneeregen. Mehrere Hundert Menschen stehen am Freitagnachmittag an der Bockenheimer Warte und legen eine Gedenkminute für die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau ein. Eigentlich haben sie sich versammelt, um am globalen Aktionstag der „Fridays for Future“ für eine andere Klimapolitik zu demonstrieren, aber der Kampf gegen Rassismus und der für eine gerechtere, klimafreundlichere Welt gehört für die Protestbewegung schon lange zusammen.

Fast wirkt es an diesem Freitag so, als habe es nie eine Pause für die Fridays for Future gegeben, als habe die Pandemie die Dynamik der Bewegung nie gebremst. Der Platz ist gut gefüllt, die grünen Fahnen der Fridays werden geschwenkt, es sind junge und alte Leute da, Menschen mit Fahrrädern und Kinderwagen. Fast alle tragen weiße FFP2-Masken. Echte Veränderung beginne nicht mit Wahlen, sondern mit Protest auf der Straße, sagt ein junger Mann, der mit einigen Freund:innen gekommen ist. Man wolle eine wirklich andere Gesellschaft. „Wir sehen keine Zukunft für’s Klima im Kapitalismus.“

Blockaden in Frankfurt

Am Rande der Versammlung steht Jana, eine Sprecherin der Frankfurter Fridays. Man wolle „lauten Protest auf die Straße tragen“, sagt die 17-Jährige. Die Corona-Pause der Fridays sei vorbei, bis zur Bundestagswahl wolle die Bewegung wieder präsenter sein und dabei auch Orte in der Stadt blockieren, die für fossile Brennstoffe stünden. Die Öffentlichkeit werde zwar „mit klimafreundlichen Wahlversprechen überschüttet“, auch bei der hessischen Kommunalwahl, echte Veränderung müsse man aber „mit Druck von der Straße erkämpfen“. Die Fridays seien froh, dass bei der Wahl zum Römer progressive Listen stark abgeschnitten hätten, aber auch eine grüne Regierung biete „keine Garantie dafür, dass wir eine ökologische und soziale Politik bekommen“, sagt Jana.

Inzwischen haben bei der Kundgebung die Reden begonnen. Vor zwei Jahren habe er hier seine erste Rede gehalten, sagt Asuka von den Fridays for Future, und jetzt gebe es parallel Aktionen in 800 Städten und 60 Ländern. „Es ist einfach Wahnsinn.“ Die Bewegung müsse weitermachen, die bisherigen Anstrengungen zum Klimaschutz reichten bei weitem nicht aus und die Zukunft von Millionen Menschen stehe auf dem Spiel, sagt Asuka dann unter großem Jubel. „Was wir machen, ist wichtig.“

Und dann setzt der Demozug sich in Richtung Innenstadt in Bewegung. Erst als die Leute losziehen, merkt man, dass es mindestens 1000 sein müssen, die Veranstalter:innen sprechen später von rund 1750 Menschen. „What do we want?“ – „Climate Justice!“, tönt es laut durch die Straßen. Und wieder ist es fast so, als wären die Fridays for Future niemals weg gewesen.

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