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IHK Frankfurt: Forderungen für die Klientel

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Mit ihren „sieben Forderungen“ zur Verkehrswende will die IHK Frankfurt das Radfahren zur Nebensache degradieren. Wem das am Ende nützt, ist offensichtlich. Der Kommentar.

Wer mit dem Rad zur Handwerkskammer im Kettenhofweg fährt, muss erst mal nach einem Parkplatz suchen. Vor dem Haus ist keiner. Im Innenhof sind sechs Bügel, flankiert von 25 Parkplätzen für Autos. Das Bild beschreibt auch die Denksituation im Haus, das mit der IHK Frankfurt „sieben Forderungen“ zur Verkehrspolitik aufgestellt hat: Radfahren ja – aber nur als Nebensache. Wer diese Perspektive einnimmt, für den ist die Idee, Radfahrer von Hauptstraßen in die Nebenstraßen zu verdrängen, wo sie deutlich länger brauchen, nur folgerichtig. Freunde einer Mobilitätswende weg vom Auto hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln hören indes die Dinosaurier brüllen. Kein Wort zu Umweltschäden durch Autoabgase in den „sieben Forderungen“, stattdessen günstiges Parken und Parkplätze für die Wirtschaft. Man nennt das Klientelpolitik.

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