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Frankfurt: Fördergeld, um Fassaden und Dächer zu begrünen

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Von: Florian Leclerc

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Die Haltestelle Börneplatz / Stoltzestraße wurde aus städtischen Mitteln begrünt.
Die Haltestelle Börneplatz / Stoltzestraße wurde aus städtischen Mitteln begrünt. Foto: Christoph Boeckheler © Christoph Boeckheler

Wer eine Fassade begrünen oder einen Hof entsiegeln will, kann in Frankfurt auf das Klimaschutzprogramm „Frankfurt frischt auf“ zurückgreifen. Die Stadt will es verlängern.

An der Straßenbahn-Haltestelle Börneplatz/Stoltzestraße warten die Fahrgäste umrankt von Moos und Pflanzen, auf dem Dach wächst Sedum. Es ist eine von fünf Wartehallen, welche die Verkehrsgesellschaft Frankfurt im Rahmen des städtischen Klimaschutzprojekts „Frankfurt frischt auf“ begrünt hat. Weitere sollen folgen. Sechs Litfaßsäulen haben eine Dachbegrünung bekommen, die von der Verwaltung „Frankfurter Haube“ genannt wird.

In 1137 Fällen sind die Bürgerinnen und Bürger seit 2018 auf die Verwaltung zugekommen, um sich wegen Haus- und Hofbegrünung beraten zu lassen. 357 Förderanträge wurden gestellt, 275 Bescheide erteilt, berichtet der Magistrat.

Noch ist genug Geld da

Wer einen Bescheid erhält, wird sich glücklich schätzen. Denn die Stadt übernimmt in diesem Falle die Hälfte der Kosten. Sei es für eine Begrünung von Dächern und Fassaden, die Entsiegelung von Höfen, für die Verschattung oder für Trinkbrunnen mit Wirkung im öffentlichen Raum. Gefördert werden Projekte bis 50 000 Euro.

Das Klimaschutzprogramm wurde mit den Stimmen der früheren Koalition beschlossen. Es läuft fünf Jahre von 2018 bis 2022 und soll nach dem Willen des Magistrats bis 2024 verlängert werden. Ein Beschluss der neuen Koalition steht noch aus.

Der Magistrat betont, dass mittlerweile ein Drittel der Beratungen zu einem Förderantrag führe. Bei den bewilligten Förderung lägen Bornheim, Nordend-West und Sachsenhausen vorn.

Eine Bremse beim Klimaschutz sieht der Magistrat bei der teils schlechten Verfügbarkeit der ausführenden Firmen und der Lage auf dem Energiemarkt, die den Konsum dämpft.

Geld für das Klimaschutzprogramm ist hingegen noch da: Zehn Millionen Euro hat die Stadt zur Verfügung gestellt. Davon wurden bislang 3,35 Millionen Euro ausgegeben.

Infos: frankfurt.de/klimabonus

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