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Frankfurt, Flughafen: Bundespolizei unter Rassismus-Kritik

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Von: Oliver Teutsch

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Kontrolle eines Kenianers sorgt für Aufregung. Bundespolizei weist Vorwürfe zurück

Die Einreisekontrolle eines hochrangigen Funktionärs aus Kenia sorgt weiter für Aufregung. Scharfe Kritik am Vorgehen der Bundespolizei wird etwa auf Twitter laut. Dort bewerten einige den Vorfall als Beleg für Rassismus bei der Polizei.

Ahmed Ogwell, der amtierende Direktor der Gesundheitsbehörde CDC, hatte sich bei seiner Einreise am Samstagmorgen aus Adis Abeba schlecht behandelt gefühlt. Die Bundespolizei wies die Vorwürfe in einer offiziellen Stellungnahme entschieden zurück. Ogwell habe lediglich die „standardisierte Einreiseüberprüfung bei einem visapflichtigen Drittstaatsangehörigen“ über sich ergehen lassen müssen. Dazu gehören Fragen wie der Zweck des Aufenthalts, ob es einen gesicherten Rückflug und ausreichend Barmittel gebe.

Diese Fragen habe Ogwell aber nicht beantworten wollen. „Die erfolgte Einreisebefragung sowie die notwendigen Fahndungsabfragen dauerten trotz des unkooperativen Verhaltens des zu Überprüfenden insgesamt lediglich vier Minuten und sind in jeder Hinsicht rechtmäßig durchgeführt worden“, hieß es in der Stellungnahme der Bundespolizei weiter.

Die Vorwürfe eines racial profiling am Flughafen sind nicht neu. 2016 fühlte sich der stellvertretende Chef von Interpol und Polizeichef von Namibia, Sebastian Ndeitunga, ungerecht behandelt und warf der Bundespolizei am Flughafen Rassismus vor. Der Vorfall hatte international für Aufregung gesorgt und letztlich auch den Bundestag beschäftigt. Ndeitunga hatte der Bundespolizei vorgeworfen, seinen Diplomatenpass nicht ausreichend gewürdigt zu haben. Zudem seien nur Passagiere mit schwarzer Hautfarbe kontrolliert worden. Auch diese Vorwürfe hatte die Bundespolizei zurückgewiesen. Alle 198 Passagiere hätten ihren Pass vorzeigen müssen.

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