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Die Tierrechtsorganisation Peta protestiert mit Plastik-Steak auf der Frankfurter Zeil gegen Tierausbeutung.
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Die Tierrechtsorganisation Peta protestiert mit Plastik-Steak auf der Frankfurter Zeil gegen Tierausbeutung.

Tierschutz gegen Corona

Peta-Aktion in Frankfurt: „Tiere essen verursacht Pandemien“

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Peta protestiert mit einer unappetitlichen Szene auf der Zeil in Frankfurt gegen Tierausbeutung. Auch gilt das Motto: Fleischverzicht gegen Pandemien wie Corona.

  • Die Tierrechtsorganisation Peta will bei einer Aktion in Frankfurt das Bewusstsein für Tierschutz schärfen.
  • Peta macht auf die Entstehung von Infektionskrankheiten wie Corona durch Tierhaltung und Fleischkonsum aufmerksam.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte schon vor Jahren vor einer Pandemie durch Zoonosen.

Frankfurt – Ganz schön großes Steak, das die junge Frau da am Montagnachmittag auf der Zeil gleich verzehren wird. Oder lieber doch nicht? Die Situation ist eher unappetitlich. Die Servicekraft, die das Steak gerade serviert, trägt einen gelben Infektionsschutzanzug und eine Gasmaske. Schilder flankieren die Szene: „Tiere essen verursacht Pandemien“, „Tierstall und Fleischmarkt – Geburtsorte für Killerviren“, „Stoppt Killerviren – lebt vegan“. Und wenn man sich das Steak so genau anschaut ...

„Das ist natürlich aus Kunststoff“, erklären die Aktivistinnen und Aktivisten der Tierrechtsorganisation. Im Schnellrestaurant, vor dem sie ihre Szene aufgebaut haben, ist das Fleisch echt. Dagegen protestiert die kleine Gruppe. Und gegen Fleischverzehr allgemein.

Peta-Aktion in Frankfurt: Veganismus schützt vor Infektionskrankheiten wie Corona

„Nach mehr als einem Jahr wird unser Alltag immer noch durch Corona dominiert“, sagt Jens Vogt, Peta-Koordinator für die Aktion, die durch mehrere deutsche Großstädte tourt. „Wir wollen hier einmal plastisch darstellen, dass es nur eine Möglichkeit gibt, solche Pandemien in Zukunft zu vermeiden: fleischlose Ernährung.“

Corona sei in dieser Hinsicht nicht das einzige Problem – andere bedrohliche Infektionskrankheiten wie Schweine- und Vogelgrippe, Sars, Mers oder Ebola hätten ebenfalls ihren Anfang in der Tierhaltung genommen. Und das nicht nur auf asiatischen oder afrikanischen Viehmärkten: „Auch bei uns müssen Tiere, die zum Verzehr gezüchtet werden, oft in zu engen Ställen in ihren eigenen Exkrementen liegen“, sagt Vogt. „Das ist ein idealer Nährboden für gefährliche Keime, die dann Pandemien verursachen können.“ Das müsse sich ändern, sonst drohe bald die nächste Tierseuche, die sich auf Menschen übertragen könne.

Peta-Protest in Frankfurt: WHO warnte schon vor Jahren vor Zoonosen wie Corona

Bei früheren Aktionen verteilte Peta Flugblätter an die Passantinnen und Passanten; das fällt zurzeit wegen Corona weg. Es bleiben auch kaum Menschen stehen, um sich die Szene anzusehen. „Wir sind jetzt eher zurückhaltend“, sagt Vogt. „Aber es ist uns wichtig, jetzt auf die Straße zu gehen, auch wenn es schwierig ist.“ An der Beteiligung im Internet sei zu erkennen, dass das Bewusstsein der Verbraucher für die Problematik wachse.

Die Tierrechtler:innen erinnern daran, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon vor Jahren gewarnt habe, der Konsum tierischer Produkte erhöhe die Gefahr für Pandemien. Vegane Ernährung schütze dagegen vor Zoonosen, also Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen überspringen. „Ihr Steak oder Schnitzel könnte die nächste Pandemie auslösen“, sagt Vogt. Petas Botschaft: „Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.“ (Thomas Stillbauer)

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