Frankfurt

Fitness-Studio siegt vor Gericht in Frankfurt

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„Gesundheitliche Gründe“ sind für eine Kündigung nicht ausreichend.

Die rechtliche Auseinandersetzung mit einem Fitness-Studio kommt einen Frankfurter teuer zu stehen. Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte den Mann zur Zahlung von knapp 1600 Euro nebst Zinsen, weil er den Vertrag mit dem Fitness-Studio nicht ordnungsgemäß gekündigt hatte. Zudem müsse er die Kosten des Rechtsstreits tragen.

Der Mann hatte am 1. September 2017 einen Vertrag mit dem Anbieter über eine Laufzeit von zwei Jahren abgeschlossen. Die monatlichen Kosten sollten bei 69 Euro liegen, dazu kamen einmalige Kosten in Höhe von 199 Euro für ein Starterpaket und eine Servicepauschale in Höhe von 69 Euro. Beginnen sollte der Vertrag ab dem 1. Oktober 2017. Doch schon gut eine Woche nach Vertragsabschluss und somit vor dem eigentlichen Vertragsbeginn, kündigte der Mann den Vertrag fristlos und berief sich auf das Attest einer Ärztin, wonach er aus „gesundheitlichen Gründen“ nicht in der Lage sei, das Studio zu nutzen. Das Fitness-Studio ließ diese Kündigung nicht gelten und klagte letztlich.

Frankfurt: Amtsgericht gibt dem Anbieter recht

Das Amtsgericht gab dem Anbieter recht. Ein ärztliches Attest mit unbestimmtem Inhalt sei für die Klage nicht ausreichend, weil „nichtssagend“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Urteil.

Das Gericht wies zwar darauf hin, dass die unbestimmte Angabe für die Kündigung grundsätzlich ausreichend sei, spätestens im Prozess hätte der Beklagte aber genauere Angaben darüber machen müssen, warum er nicht in der Lage gewesen sei, das Studio zu nutzen. Doch auch in der mündlichen Verhandlung im September hatte der Mann sich lediglich auf das Attest berufen. Für genauere Informationen sollte das Gericht die Ärztin selbst als Zeugin vernehmen, argumentierte der Beklagte. Das lehnte das Amtsgericht als „unzulässiges Beweisangebot“ ab. Der Beklagte akzeptierte die Entscheidung, das Urteil ist rechtskräftig. (Az. 31 C 2619/18)

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