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Blick in das „Talentforum“ mit Videoarbeiten von Absolvent:innen im Untergeschoss des My Zeil. Foto: Peter Jülich
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Blick in das „Talentforum“ mit Videoarbeiten von Absolvent:innen im Untergeschoss des My Zeil.

Film

Frankfurt: Filmkunst im Einkaufszentrum

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die B3 Biennale von Film-, Kunst- und Medienschaffenden bespielt fünf Räume im My Zeil.

Das Einkaufszentrum My Zeil in Frankfurt zieht täglich Tausende Menschen an, die nicht unbedingt erwarten, dort auf zeitgenössische Filme, Medienarbeiten und Kunst zu treffen. Genau diese Überschneidung zwischen Massenpublikum und avantgardistischer Kunst will die B3 Biennale des bewegten Bildes in diesem Jahr erreichen. Fünf leerstehende Geschäfte im Einkaufszentrum wurden zu Ausstellungsflächen umfunktioniert.

Die Veranstalter setzen darauf, dass Menschen, die im Untergeschoss des Einkaufszentrums bei Tedi Dekoartikel kaufen wollen, den Schritt über die Schwelle in den Offspace nebenan wagen. Der Ausstellungsraum wirkt rau, mit einem Boden und Wänden aus Beton. Kabel laufen an der Decke entlang. Auf neun Bildschirmen laufen Videoarbeiten, die beim Pressetermin noch nicht einer Künstlerin oder einem Künstler zugeordnet sind. Diese Vermittlungsarbeit werde noch geleistet, sagt die Sprecherin. Auf Infoscreens am Eingang sollen Infos zu den Arbeiten zu finden sein.

Service

Das Filmfestival B3 Biennale zeigt vom 15. bis 24. Oktober 35 Kurz- und Langfilme aus 20 Ländern. Im Kunstprogramm werden 40 Werke gezeigt. Sie sind online und in fünf leerstehenden Geschäften im My Zeil zu sehen. Weitere Kunstwerke werden auf der Frankfurter Buchmesse im Bereich “The Arts+“ gezeigt.

Einzeltickets für Filme kosten fünf Euro, der Pass für das gesamte Festival kostet 50 Euro. Infos und Programm: www.b3biennale.de fle

Wie zum Film von Julian Gerchow, 26 Minuten lang, den er als Abschlussarbeit an der Hochschule Rhein-Main gedreht hat: Die Geschichte von zwei jungen Männer, die sich in ihrem jeweiligen Umfeld, unter Geflüchteten und unter Rechtsradikalen, nicht wohl fühlen. Es kommt zur Begegnung der beiden und zum Clash zwischen den Geflüchteten und den Dorfnazis. Gerchows Film wird im sogenannten Talentforum gezeigt, wo weitere Arbeiten von Absolventinnen und Absolventen verschiedener Hochschulen zu sehen sind.

Das Land Hessen fördere das Festival mit etwa 300 000 Euro, sagte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne). Zwei weitere Räume mit Videoarbeiten gibt es im Untergeschoss des Kaufhauses. Auch hier sollen die Hinweise auf die Arbeiten auf jeden Fall so präsentiert werden, dass sich Besucherinnen und Besucher zurecht finden.

Im zweiten Stock des My Zeil rollt die Fotografin Sandra Mann eine plakatgroße Fotoarbeit aus. Zu sehen ist eine Frau in einem Teich. An der Wasseroberfläche schwimmen Objekte, die wie Seerosen aussehen. Oder sind das Blüten? Taschentücher? „Es sind Plastikbecher“, sagt Mann, die sich in ihren Arbeiten mit Umwelt und deren Verschmutzung auseinandersetzt. Im Hintergrund läuft eine Videoarbeit, die das Making-of zu den Fotografien zeigt.

Zwischen einem Ticketgeschäft und einem Schlüsseldienst im zweiten Stock ist ein weiterer Ausstellungsraum mit Arbeiten über Identität. Identität ist ein Schwerpunktthema des Festivals. Die kanadische Künstlerin Sin Wai Kin zeigt Videos zu Weiblichkeit und Geschlecht. Mit VR-Brillen können Besucherinnen und Besucher die Videoarbeit „Wye“ von Mikhael Subotzky für sich entdecken.

Wenn sie den Schritt über die Schwelle wagen.

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