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Frankfurt: FES startet Onlinemagazin zur Müllvermeidung

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Von: Thomas Stillbauer

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Das Magazin „Recyclist“ soll Hilfestellung geben und Lust auf Nachhaltigkeit machen.

Einen Beitrag zur Nachhaltigkeit will die Frankfurter Abfallentsorgerin FES mit ihrem neuen Onlinemagazin „Recyclist“ leisten. Es soll Bürgerinnen, Bürgern, aber auch Unternehmen auf einfache Art Wissen vermitteln, das für zukunftsgerechtes Verhalten notwendig ist. Zur Sprache kommen etwa Fragen wie: Ich trinke morgens eine Tasse Kaffee – wie können da 140 Liter Wasser drinstecken? Oder: Ab wann tritt das Einwegplastikverbot in Kraft, und was ändert sich für mich? Was mache ich mit meinem alten Kühlschrank? Und: Brauche ich eine Biomülltonne, oder wird sowieso alles verbrannt?

„Wir wollen die Menschen mit ihren Fragestellungen abholen“, sagt Marlene Haas, eine von fünf Mitarbeiterinnen des Magazins. „Lust machen, sich mehr mit dem Thema zu beschäftigen.“ Denn die Themenfelder würden komplexer. Beim nachhaltigen Kaffee gehe es nicht mehr nur um die faire Bohne, auch der Wasserverbrauch sei entscheidend.

Ziel sei es, mit dem „Recyclist“ die relevanten Themen und Alltagstipps verständlich zu vermitteln, sagt FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler: „Für uns als Entsorgungsunternehmen spielt die bedarfsgerechte Information unserer Kunden schon immer ein wichtige Rolle. Dabei sind die Themen Umweltschutz und Abfallvermeidung mittlerweile nicht mehr in der Nische.“

Das Magazin behandelt lokale Frankfurter Themen, ist aber bundesweit angelegt. „Vieles ist in Frankfurt genauso Thema wie in Berlin“, sagt Marlene Haas, etwa die Abfallhierarchie: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht. Eine Stufe darunter steht die Wiederverwendung, etwa als Mehrwegverpackung, dann folgt das Recycling (aus einem Becher wird beispielsweise ein Kehrbesen), und als letzte, schlechteste Variante: verbrennen, um wenigstens noch Fernwärme daraus zu machen.

Hilfe für nah und fern

Lokale Themen wie die Frankfurter Bäckerei, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt, oder das Secondhand-Kaufhaus Neufundland sollen über sogenannte Keywords zu finden sein: Wer „Frankfurt“ eintippt, findet Frankfurter Inhalt. Das klappte jüngst noch nicht ganz perfekt, soll aber noch verfeinert werden.

Im Magazin finden Interessierte Informationen über die Getrenntsammelquote: „Trennt ein Betrieb bereits 90 Prozent (Masse) des anfallenden Abfalls, dürfen die restlichen zehn Prozent direkt einer thermischen Verwertung zugeführt werden“, sprich: verbrannt werden.

Erklärt wird darüber hinaus, was es mit den Frankfurter Wertstofflotsen auf sich hat (retten unter anderem noch reparierfähige Elektrogeräte vor dem Müll), und so manchen Trick verrät der „Recyclist“ uns: „Essig eignet sich unter anderem verdünnt als Glas-, Allzweck- und Badreiniger, Natron erfüllt etwa die Funktion als Abfluss-, Backofen- oder Polsterreiniger.“

Über die Kosten fürs neue Magazin spricht die FES nicht; es werde aus dem Budget fürs Marketing finanziert, heißt es.

Das Magazin „Recyclist“ im Internet: www.recyclist-magazin.de

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