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2022 feiern die Höchsterinnen und Höchster womöglich wieder Barock am Main und Schlossfest.
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2022 feiern die Höchsterinnen und Höchster womöglich wieder Barock am Main und Schlossfest.

Bilanz

Frankfurt: Feldmann zeigt Lichtblicke im Westen

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Die Sanierung des Bolongaropalast dauert noch. Dafür gibt es Hoffnung für das Schlossfest.

OB Peter Feldmann macht Hoffnung auf einen festlichen Sommer im Frankfurter Westen. Am Anfang des Jahres stellt das Stadtoberhaupt traditionell eine Art Leistungsbilanz vor, eine Übersicht der städtischen Investitionen des abgelaufenen Jahres in die neun westlichen Stadtteile – Goldstein, Griesheim, Höchst, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach und Zeilsheim. Heimstätte von rund 130 000 Frankfurterinnen und Frankfurtern. „Wir wollen denen den Wind aus den Segeln nehmen, die sagen, es passiert ja nichts.“

Etwa 500 Punkte stehen am Mittwoch, 12. Januar, auf der Liste. Die nackten Zahlen: 2012 sind 93,6 Millionen Euro vom Römer aus den Main hinuntergeflossen. Rund 29 Millionen stecken im städtischen Grün, sieben Millionen in Sozialem oder der Jugendarbeit, vier Millionen in Straßen, 1,3 Millionen im Sport, 327 000 Euro in der Kultur. Alle 500 Punkte passen hier nicht hin.

Etwas mehr als elf Millionen Euro muss die Stadt zusätzlich für die Sanierung des Bolongaropalasts aufbringen. Die soll im Herbst 2023 abgeschlossen sein. Versprechen möchte Feldmann das aber nicht, vorsichtig sei er geworden mit konkreten Zusagen. Zu heikel und unvorhersagbar ist eine solche Altbausanierung. Ausgiebig lobt der OB lieber die Stadtverordneten, die den Mehraufwand bewilligt haben, und die Magistratsmitglieder, die das viele Geld aus ihren jeweiligen Budgets an das Projekt abtreten. „Das habe ich noch nie erlebt“, dass die Kolleginnen und Kollegen so unbürokratisch die Kassen öffnen.

Entstehen werde ein Palast, der nicht nur optisch punkte, sondern mit Leben erfüllt sei. Kinder werden dort aktiv sein, das Filmtheater Valentin werde barrierefrei, es entstehe Gastronomie, mit dem Geschichts- und Porzellanmuseum eine Kultureinrichtung von stadtweiter Bedeutung, Säle für Veranstaltungen. Immerhin sei das Standesamt im Gartenpavillon beliebt, Feldmann hat selbst dort geheiratet, wie er betont, aber keinen Raum zum Feiern gefunden.

Ein weiteres Großprojekt, der Neubau des Klinikums, geht in die finale Phase. Die medizinischen Großgeräte seien eingebaut, die Eröffnung ist für Mai geplant. Derweil entstehe im Industriepark bis Ende des Jahres die weltweit größte Wasserstofftankstelle. 27 Regionalzüge sollen dort tanken. Apropos Industriepark: Die Gerüchte um einen möglichen Verkauf seien aus der Luft gegriffen. Das habe der Vorstandsvorsitzende von Infraserv, Jürgen Vormann, ihm versichert, sagt Feldmann. Der wisse von nichts. Infraserv ist der Standortbetreiber des Parks. Die dort tätigen Unternehmen prosperierten, sagt Feldmann. Sie seien fast auf dem Niveau der alten Hoechst AG.

Die Stadtpolizei ist 2021 vor allem mit der Corona-Pandemie beschäftigt gewesen, also mit der Überwachung der Auflagen. Von 8647 Kontrollen hingen 7000 mit Corona zusammen. 571 Verwarnungen waren fällig.

Zurück zum festlichen Sommer. Die Corona-Situation sei nicht schön, sagt der OB, er wolle sie auch nicht schönreden. Aber der Blick ins Ausland sei ermutigend. Die Länder, die bereits länger mit der Omikron-Variante zu tun haben, berichteten über mildere Verläufe. Es scheine, als habe das Virus gelernt und sich gemäßigt: „Wenn es seinen Wirt tötet, kann es nicht weiterwandern.“

Somit wachse die Hoffnung, Richtung Frühjahr, spätestens im Sommer aber wieder Feste feiern zu können, Garten-, Straßen- oder Vereinsfeste. Der Höchster Weihnachtsmarkt sei trotz Auflagen ein Erfolg gewesen. Im Juni gastiere nun das Landeskinderturnfest in der Stadt, mit einem Schwerpunkt im Westen. 14 Tage später könnte das Höchster Schlossfest zurückkehren. Zwei Jahre ist es nun ausgefallen. Aber der Vereinsring habe die Vorbereitungen aufgenommen, verrät Feldmann. Vom 21. Juli bis 14. August kehre auch Impresario Michael Quast mit seinem Barock-am-Main-Festival zurück an die Porzellanmanufaktur.

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