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Willkommensbotschaft für die sportlichen Vorbilder, die in Tokio an den Start gegangen sind auf dem Frankfurter Römerberg.
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Willkommensbotschaft für die sportlichen Vorbilder, die in Tokio an den Start gegangen sind auf dem Frankfurter Römerberg.

Frankfurt

Frankfurt feiert Olympia-Team

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Rund 400 Menschen empfangen die deutschen Athletinnen und Athleten auf dem Römerberg nach ihrem Tokio-Abenteuer.

Fast hätte Judoka Eduard Trippel den Empfang im Frankfurter Römer verpasst. „Ich hatte zwar die Mail bekommen, aber ich habe es verpeilt“, sagte der olympische Silber- und Bronzenmedaillengewinner von Tokio grinsend. Dank der Erinnerungsnachricht einer Journalistin kam der Rüsselsheimer aber pünktlich nach einer kurzen Fahrt im Auto an. Trippel war einer von 120 deutschen Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainern, Betreuerinnen und Betreuern, denen die Stadt Frankfurt einen gebührenden Empfang bereitet hat. So gut es die Corona-Vorschriften eben zuließen.

Vor dem Römerberg war eine große Schaumstoffsäule aufgebaut worden, auf der in großen Lettern Team D stand. Das Areal war weitgehend eingezäunt und rund 250 Menschen, die geimpft, getestet oder genesen sein mussten, hatten sich ab 15 Uhr versammelt. Die meisten davon waren Freunde, Verwandte oder Vereinsmitglieder der Athletinnen und Athleten.

Drum herum versammelten sich weitere rund 150 Personen, die gegen 16 Uhr den ersten Sportlerinnen und Sportlern zujubelten, die auf den Balkon des Römers traten und nach unten winkten. Danach trugen sie sich unter den Augen von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt ein.

„Wir sind froh, dass das Team Deutschland den Weg wieder hierher gefunden hat. Wir wollen es gerne zur Routine werden lassen“, sagte OB Feldmann. 2016 hatte Frankfurt zum ersten Mal einen Balkonempfang für das deutsche Olympia-Team organisiert. Bei der Rückkehr aus Rio de Janeiro vor fünf Jahren sprach sogar der damalige Bundespräsident Joachim Gauck zu den Athletinnen und Athleten.

Neben den Sportlerinnen und Sportlern, die am Samstag und Sonntag in Tokio im Einsatz waren, sind viele, die bereits 48 Stunden nach ihren Wettkämpfen nach Hause reisen mussten, nach Frankfurt gekommen. Zum Beispiel die Goldmedaillengewinnerin in der Gewichtklasse bis 76 Kilogramm im Ringen, Aline Rotter-Focken. Ihre Gratulationsstationen bisher: Krefeld, Mainz, Stuttgart, Frankfurt und am Dienstag geht es in ihre Heimat Triberg im Schwarzwald. „Es ist ungewohnt, anstrengend, aber es ist toll“, sagte die 30-Jährige. Sie nehme jetzt alles mit, um so viel Aufmerksamkeit auf ihre Sportart wie möglich zu lenken.

Das hat das Aushängeschild der deutschen Ringer, Frank Stäbler, über Jahre gemacht. Der 32-Jährige hat sich in Tokio seinen Lebenstraum von einer Olympiamedaille erfüllt und Bronze in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm geholt und dann seine internationale Karriere beendet. „Es war ein wilder Ritt auf einer Wolke, wo wir durchgeflogen sind“, beschrieb Stäbler seine Gefühlswelt.

Die Bedingungen vor Ort seien außergewöhnlich gewesen: Keine Zuschauer, täglich ein Corona-Test, ein strenges Protokoll. „Aber im Olympischen Dorf war es ein absolutes Olympiafeeling. Die Japaner sind so ein nettes Völkle“, sagte der gebürtige Böblinger.

Für Eduard Trippel war das Schönste am Empfang, die anderen Athletinnen und Athleten zu sehen. „Als ich abgeflogen bin, sind viele erst angereist“, sagte der Silbermedaillengewinner in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm. Am Abend ging es für alle Beteiligten noch zum „Deutschen-Haus-Abend“ ins Frankfurter Restaurant Oosten, weil in Tokio ein gemeinsames Treffen nicht möglich gewesen war.

„Frankfurt ist unsere Heimat. Deshalb sind wir froh, dass wir große Teile des Teams hier noch mal versammeln können“, sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, der seinen Sitz in Frankfurt hat. „Hinter den Sportler:innen liegen herausfordernde Monate – sie haben es sich verdient, in diesem Rahmen gemeinsam zu feiern.“

Zweiter Empfang in Frankfurt nach 2016

Gemeinsames Essen im Restaurant

Judoka Eduard Trippel (rechts) holte Silber im Einzel und im Mixed-Team unter anderem mit Theresa Stoll (links) die Bronzemedaille.
Judoka Eduard Trippel (rechts) holte Silber im Einzel und im Mixed-Team unter anderem mit Theresa Stoll (links) die Bronzemedaille.

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