Wie sehen die Feierlichkeiten zu Halloween in Frankfurt während der Corona-Pandemie aus?
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Wie sehen die Feierlichkeiten zu Halloween in Frankfurt während der Corona-Pandemie aus?

Coronavirus

Halloween im Gruseljahr: So feiert Frankfurt trotz Corona

Behörden fordern aufgrund der Corona-Pandemie eine Kontaktbeschränkung an Halloween. Aber werden sich die Kinder daran halten?

  • Halloween ist vor allem bei Jüngeren ein beliebter Tag.
  • Kindern wird in der Corona-Pandemie geraten, auf die Tour von Haus zu Haus zu verzichten.
  • Wie wird Halloween im Gruseljahr 2020 in Frankfurt aussehen?

Frankfurt - Bisher hat Daniela Durak-Torregroza Halloween groß „zelebriert“. Parties in den beiden Bars ihres Ehemannes, Schminken, Dekorieren, und eine kleine Halloween-Party für ihren sechsjährigen Sohn und seine Freunde. „Der vermisst das schon sehr“, sagt sie. Ihrer dreijährigen Tochter sei es einfacher beizubringen, dass zu Hause bleiben nötig ist um sich und Andere zu schützen. Dieses Jahr ist das Gruselfest in ihrer Familie kleiner: „Ich höhle zum ersten Mal einen Kürbis aus und es gibt Kürbissuppe.“ Ansonsten habe sie zu Halloween nichts vor, der Vorsicht wegen.

Dazu mahnen auch Gesundheitsdezernat und Polizei. Formal werde die Stadt Frankfurt Halloween nicht über die bestehende Allgemeinverfügung hinaus regulieren. Wichtig sei jedoch der Hinweis, dass typische Halloween-Masken keinen wirksamen Schutz gegen Aerosole bieten. Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) hofft, dass Eltern Lösungen finden, die das Gebot der Kontaktvermeidung erfüllen.

Halloween in Frankfurt trotz Corona-Zeiten: Kontaktlose Jagd nach Süßigkeiten

„Ich hoffe, ich kann ihnen zumindest ein bisschen Halloween-Stimmung bieten“, sagt Shirley Pérez von der Kinderwerkstatt Bockenheim in Frankfurt. Die Sozialarbeiterin fährt mit einer Handvoll Kindern, die in ihrer Einrichtung kommen, zu einem Maisfeldlabyrinth. Aus Gesprächen mit ihnen und den anderen Kindern schließt sie, dass sie sich wohl doch treffen und um die Häuser ziehen werden. Auf ihren Appell, es zu lassen, käme meistens „Ja, ja, du hast Recht“. „Tun werden sie es trotzdem, sie sind elf, zwölf Jahre alt“, sagt Pérez. Dafür hat Birkenfeld Verständnis und sagt: „Liebe kleine Gespenster, Zauberer und Hexen, bitte respektiert, wenn manche fremde Tür geschlossen bleibt.“

Manuela Franias Tür in Frankfurt-Rödelheim bleibt geschlossen, Süßigkeiten können sich die kleinen Gespenster trotzdem abholen: Kontaktlos in kleinen Tütchen am Gartenzaun. „Die Kinder leiden sehr darunter, da möchte ich ihnen einfach mal zwei Stunden Spaß bieten“, sagt sie. Die Idee kam ihr, als sie mit ihrer Tochter telefoniert hat und gehört habe, wie traurig ihr Enkel über das ausfallende Halloween sei. Sie hat sich mit 20 anderen Leuten aus Rödelheim zusammengetan, die es ihr gleichtun. „Damit die Kinder wissen, wo sie etwas kriegen,“ sagt Frania, „stellen wir Kürbislaternen oder Luftballons auf.“

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