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Frankfurt feiert die japanische Kultur

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Von: Anja Laud

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Auf dem Festival ist japanische Musik zu hören. Hier schlägt ein Musiker die Taiko.
Auf dem Festival ist japanische Musik zu hören. Hier schlägt ein Musiker die Taiko. © Christoph Kanty

Das dreitägige Main Matsuri Festival in Frankfurt bietet Musik, Tanz und Workshops. Es werden 30 000 Menschen in Sachsenhausen erwartet

Die Trommelschläge der Taiko sollten einst den Kontakt zu den Göttern herstellen und Kriegsgegner vor einer Schlacht beeindrucken. Am Freitag, 12. August, werden sie kurz nach 14 Uhr über den Walther-von-Cronberg-Platz in Sachsenhausen schallen. Dann beginnt dort das dreitägige Main Matsuri Festival, das Besucher:innen die künstlerische und kulturelle Vielfalt Japans zeigen soll. Über 200 Künstler:innen werden dazu nach Frankfurt reisen. Einer davon ist der preisgekrönte Taiko-Trommler Takuya, der schon im Alter von drei Jahren mit dem Taikospiel begann.

Ein weiteres Highlight des Festivals werden die Auftritte der Samurai-Gruppe „Lady Samurai’s Ideal“ am Freitag sowie am Samstag, 13, August, und zum Abschluss des Festivals am Sonntag, 14. August, 17 Uhr, sein, wenn sie einen Schwerttanz zeigt. „Das ist Spektakel mit großer Besetzung“, sagt Norman Seidel, Geschäftsführer von Main Matsuri Event, die das Festival im Auftrag des Kultur- und Sprachzentrums für Japanisch und der Hojinkai Vereinigung der Japanischen Unternehmen Frankfurt organisiert. Die Schirmherrschaft haben das Japanische Generalkonsulat und die Stadt Frankfurt übernommen,

Das Festival

Das Main Matsuri Festival wird von Freitag, 12. , bis Sonntag, 14. August, in Frankfurt auf dem Walther-von-Cronberg-Platz in Sachsenhausen gefeiert.

Offizielle Eröffnung ist am Freitag um 14 Uhr. Am Samstag und Sonntag beginnen die Festivaltage jeweils um 11 Uhr.

Das Tagesticket für das Festival kostet fünf Euro, ein Drei-Tage-Ticket 13 Euro. Für Kinder unter zwölf Jahren ist der Eintritt frei. Die Eintrittskarten können online über die Webseite des Festivals erstanden werden und am Eingang des Festivalgeländes.

Eine Programmübersicht findet sich auf der Webseite des Festvals. Für Kinder haben die Veranstalter ein spezielles Programm organisiert. lad

www.main-matsuri.com

Viele Künstler:innen, die während des Festivals auftreten, leben, so wie der japanische Taiko-Trommler Takuya, der seit 2011 in München wohnt, in Deutschland und Europa. Aber es reisen auch Künstler:innen aus Japan an. Dies ist in diesem Jahr besonders teuer. Die Corona-Pandemie, aber mehr noch der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine haben die Flugkosten steigen lassen. „Einer unserer Sponsoren ist zwar All Nippon Airways. Aber einen Teil der Kosten müssen wir selbst stemmen“, sagt Seidel. Zum ersten Mal seit 2018, als das Festival erstmals gefeiert wurde, müssen die Besucher;innen Eintritt zahlen. Insgesamt bis zu 30 000 Menschen erwarten die Organisator:innen an den drei Festspieltagen.

Neben einem bunten Programm auf zwei Bühnen, Ständen mit Kunsthandwerk und Waren aus Japan sowie japanischem Essen bietet das Festival den Besucher:innen auch kostenlose Workshops. Bei einem Ikebana-Workshop am Samstag können sie lernen, kunstvoll Blumen zu arrangieren. In die Tradition der Tee-Zeremonie können sie sich am Sonntag einführen lassen. Für Samstag und Sonntag ist jeweils eine Sushi-Kochshow mit anschließender Verkostung geplant. Seidels Tipp: Interessierte sollten sich jeweils 30 Minuten vor Beginn im benachbarten Colosseo einfinden, wo die Workshops und Shows stattfinden werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Eine weitere Attraktion werden die Besucher:innen darstellen, die sich nach ihrer liebsten Manga- oder Anime-Figur verkleiden. Für sie gibt es natürlich wieder Cosplay-Wettbewerbe.

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