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Ein Porträt von Anne Frank in der Ausstellung der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt. 

Gedenkveranstaltung für Anne Frank

Frankfurt feiert Anne Frank

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Am 12. Juni wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden. Die Stadt Frankfurt erinnert an das berühmte jüdische Mädchen.

Am 12. Juni 2019 wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden. Das jüdische Mädchen, das in Frankfurt geboren wurde, sich ab 1942 in einem Hinterhaus in Amsterdam vor den Nazis versteckte und 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam, gilt als Symbolfigur für die Vernichtung der europäischen Juden. Zu ihrem 90. Geburtstag erinnert ihre Geburtsstadt mit Veranstaltungen und Debatten an Anne Frank, die vor allem durch ihr Tagebuch auf der ganzen Welt bekannt geworden ist.

Es ist bereits das dritte Mal, dass die Stadt Frankfurt und die Bildungsstätte Anne Frank am 12. Juni einen „Anne-Frank-Tag“ begehen. In diesem Jahr widmet der Gedenktag sich vor allem dem Menschen Anne Frank und steht daher unter dem Motto „Lasst mich ich selbst sein“ – ein Zitat aus ihrem berühmten Tagebuch vom April 1944.

Besuch in der Synagoge

Die zentrale Gedenkveranstaltung in Kooperation mit dem Anne-Frank-Fonds in Basel beginnt um 16 Uhr in der Paulskirche. Bereits um 10.30 Uhr wird dort der Frankfurter Schulpreis 2019 verliehen. Schülerinnen und Schüler hatten sich mit Projekten für ein Zusammenleben ohne Ausgrenzung beworben, die drei besten Ideen werden von Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) und dem Frankfurter Rapper Moses Pelham ausgezeichnet.

Den ganzen Tag über gibt es Führungen durch die Dauerausstellung der Bildungsstätte Anne Frank, die Jüdische Gemeinde organisiert drei Besichtigungen der Westend-Synagoge. Unter dem Motto „Anne aus Frankfurt“ gibt es außerdem einen Stadtrundgang im Dornbusch, wo Anne Frank die ersten Jahre ihrer Kindheit verbrachte. Das Museum Judengasse präsentiert von 10 bis 20 Uhr in einer temporären „Pop-Up-Ausstellung“ Objekte und Dokumente aus dem Besitz der Familie Frank.

Zum Abschluss des Tages beginnt um 19.30 Uhr in der Evangelischen Akademie am Römerberg eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die Zukunft der Erinnerung – Anne Frank und das Gedenken an den Holocaust“. Wie das Gedenken an die Verbrechen der Nazis weitergehen kann, wenn alle Überlebenden verstorben sind, besprechen Saba-Nur Cheema von der Bildungsstätte Anne Frank, die Schriftstellerin Gila Lustiger, Tochter des Überlebenden Arno Lustiger, und Hannah Pick-Goslar. Pick-Goslar, 1928 in Berlin geboren, überlebte das Konzentrationslager Bergen-Belsen und wohnt heute in Jerusalem. Sie traf Anne Frank noch kurz vor ihrem Tod in Bergen-Belsen. Der Eintritt zu den meisten Veranstaltungen ist frei, teils sind Anmeldungen nötig.

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