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Frankfurt: FDP sieht Mainkai-Sperrung unter Vorbehalt

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Von: Florian Leclerc

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Ende Januar stauten sich wegen einer „Querdenken“-Demonstration die Autos am Mainkai. Foto: Renate Hoyer
Ende Januar stauten sich wegen einer „Querdenken“-Demonstration die Autos am Mainkai. © Renate Hoyer

In diesem Jahr soll der Mainkai gesperrt werden, zunächst nachts, an den Wochenenden und den Ferien. Eine vollständige Sperrung ist laut FDP allerdings keine ausgemachte Sache.

In diesem Jahr soll der Mainkai nachts von 19 bis 6 Uhr sowie an den Wochenenden und in den hessischen Schulferien für den Autoverkehr gesperrt werden. Einen entsprechenden Antrag der Römer-Koalition haben die Stadtverordneten im Januar mehrheitlich beschlossen.

Debatte über vollständige Sperrung bis 2026

Bis 2026 sieht der Koalitionsvertrag eine vollständige Sperrung der nördlichen Mainuferstraße zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke vor, worauf Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) zuletzt wiederholt verwiesen hat. Für die Frankfurter FDP ist die vollständige Sperrung allerdings keine ausgemachte Sache.

Wie der FDP-Kreisvorsitzende Thorsten Lieb mitteilte, sei die sukzessive Sperrung als „Neuversuch“ zu werten. Die Sperrung werde „ergebnisoffen“ wissenschaftlich begleitet. Eine verkehrliche Mehrbelastung der Altstadt, der Innenstadt und von Sachsenhausen müsse vermieden werden. Der Wirtschaftsverkehr müsse zügig und zielgerichtet vorankommen, betonte Lieb. Das fordert auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt.

„Stadtrat Stefan Majer und sein designierter Nachfolger Wolfgang Siefert sollten daher alle Energien auf das schlüssige Gesamtkonzept konzentrieren“, sagte Lieb. Das Gesamtkonzept müsse sich in der Praxis als tauglich erweisen. „Erst bei positiven Ergebnissen kann eine dauerhafte Sperrung in Angriff genommen werden“, sagte er. Gleichzeitig zeigte Lieb sich zuversichtlich, dass sich der Mainkai attraktiv gestalten lasse, ohne „Verkehrschaos“ an anderer Stelle zu erzeugen.

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