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Fast wieder so viele Touristen in Frankfurt wie vor der Krise

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Von: Christoph Manus

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Frankfurt ist in den Jahren vor der Pandemie ein immer beliebteres Ziel für Städtereisen geworden. Nun setzt sich diese Entwicklung offenbar fort.
Frankfurt ist in den Jahren vor der Pandemie ein immer beliebteres Ziel für Städtereisen geworden. Nun setzt sich diese Entwicklung offenbar fort. © Oeser

In Frankfurt übernachten wieder viel mehr Touristen und Geschäftsreisende. Langsam nähern sich die Zahlen denen vor Corona. Noch läuft allerdings vor allem das Inlandsgeschäft gut.

Frankfurt zieht wieder beinahe so viele Touristinnen und Touristen an wie bei vor der Pandemie. Die Beherbergungsbetriebe im Stadtgebiet verkauften nach Zahlen der städtischen Tourismus- und Congressgesellschaft (TCF) im Juni mehr als 835 000 Übernachtungen. Das ist ein im langjährigen Vergleich extrem hoher Wert. Im Jahr 2019, der mit 10,8 Millionen Übernachtungen und damit dem zehnten Tourismusrekord in Folge endete, waren allerdings sogar fast 90 000 Übernachtungen mehr registriert worden. Die Halbjahreszahlen liegen etwa ein Drittel unter denen des Jahres 2019.

Besonders gut läuft das Geschäft mit Reisenden aus Deutschland. Allein im Juni übernachteten mehr als 314 000 Menschen aus dem Inland in Frankfurter Hotels und Herbergen. Offenbar setzt sich ein Trend aus der Zeit vor Corona fort, als Frankfurt als Ziel für Städtereisende, etwa für einen Wochenendtrip, immer beliebter wurde. Zudem kommen wieder viel mehr Geschäftsreisende, etwa Messegäste.

Große Reisegruppen aus Fernost sind noch nicht wieder häufig in Frankfurt zu sehen

Noch nicht wie vor der Pandemie läuft dagegen das Geschäft mit Tourist:innen aus dem Ausland. Noch 2019 machten viele große Reisegruppen aus asiatischen Ländern, besonders aus China, in Frankfurt Station, und waren ständig sehr viele Messe- und Tagungsgäste aus dem Ausland in der Stadt. Zwar beobachtet die TCF auch in diesem Segment einen starken Anstieg. Die Reiselust steige in fast allen Ländern früher als erwartet wieder, heißt es. Der Anteil der ausländischen Übernachtungsgäste lag im Juni mit gut einem Drittel aber immer noch deutlich unter den Werten vor der Pandemie.

Mit Abstand größte Gruppe bleiben Gäste aus den Vereinigten Staaten, es folgen Reisende aus dem Vereinigten Königreich, Spanien und den Niederlanden. China, einst zweitwichtigster Quellmarkt für den Frankfurter Tourismus, ist nicht mal mehr unter den Top 10.

Hotels in Frankfurt haben immer noch eine schwache Auslastung

Auch für die Hotelbetriebe scheint sich die Situation etwas zu verbessern. Die inzwischen wieder 278 geöffneten Häuser, die zusammen fast 60 000 Betten bieten, haben im Schnitt eine etwas höhere Auslastung. Die Bettenauslastung lag laut TCF im Juni bei 32 Prozent. Das ist allerdings immer noch ein sehr bescheidener Wert. (Christoph Manus)

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