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Die internationalen Marken werden erst 2022 mit großen Shows nach Frankfurt kommen. Fashion Week
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Die internationalen Marken werden erst 2022 mit großen Shows nach Frankfurt kommen.

Modemesse

Frankfurt Fashion Week: Viele digitale Konferenzen statt Messen und Shows

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Pandemiebedingt findet die erste Ausgabe der Modemesse in Frankfurt rein digital statt. Die Macherinnen und Macher richten ihren Blick schon in das kommende Jahr.

Eigentlich sollte die erste Frankfurt Fashion Week, die ab 2022 zweimal im Jahr stattfindet, ein ganz großes Ding werden. „Wir wollten, unter normalen Bedingungen, ein vollkommen neues Eco-System etablieren, bestehend aus vier Säulen: Messen, Konferenzen, Laufstegen und der Eventisierung der Stadt“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Frankfurter Messe, die gemeinsam mit der Premium Group Ausrichter der Frankfurt Fashion Week ist. Die Veranstaltungen sollten in die Stadt getragen werden und möglichst viele Akteur:innen, auch aus Handel, Gastronomie und Hotellerie, miteinbeziehen. „Uns ist enorm wichtig, dass die neue Frankfurt Fashion Week sowohl internationale Modeprofis als auch alle Frankfurterinnen und Frankfurter anspricht“, betont Braun. Die Idee sei gewesen, mit der Fashion Week die Innenstadt Frankfurts zu revitalisieren und die gesamte Kreativwirtschaft zu befeuern. „International halten Frankfurt viele für eine reine Businessstadt. Die Fashion Week bietet die Chance, der Stadt eine neue Dimension von Kreativität zu geben und zu zeigen, dass sie auch sexy sein kann“, ist Braun überzeugt.

Anita Tillmann: „Im Januar geben wir Vollgas“

Doch die Pandemie hat den Planern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Messen Premium, Seek, Neonyt und The Ground sowie die Laufsteg-Präsentationen werden erstmals im Januar 2022 in Frankfurt zu sehen sein. „Klar tut uns das weh, dass wir unsere Messen, Partys, Events und auch unsere Konferenz FashionTech nicht realisieren konnten“, sagt Anita Tillmann, Geschäftsführerin der Premium Group. Unter den aktuellen Umständen sei es aber die richtige Entscheidung gewesen. Während die Haute Couture Week der Fashion Week Paris in der kommenden Woche vor Ort stattfindet, richtet sich Tillmanns Blick bereits in die Zukunft: „Dafür geben wir im Januar Vollgas.“

Das Programm jetzt wird rein digital sein und sich auf Konferenzen beschränken, die unter den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung laufen. Im Mittelpunkt steht das FFW-Studio. Auf der Onlineplattform www.frankfurt.fashion wird es Konferenzen, Interviews und Podiumsdiskussionen mit Fachleuten aus der Branche geben. Als Highlights gelten die beiden Leitkonferenzen „The New European Bauhaus – Werkstatt der Zukunft“, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eröffnet, und der erste „SDG Summit“, der in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen präsentiert wird. Die Veranstaltungen werden live übertragen und sollen auch im Nachhinein abrufbar sein.

Frankfurt kann Mode, finden die Ausrichterinnen und Ausrichter

Doch ein wenig Mode wird es in der kommenden Woche dennoch zu sehen geben. Denn um die Eventisierung der Stadt zu realisieren, hatten die Ausrichter der Fashion Week mit zahlreichen Akteur:innen der Stadt gesprochen und sie animiert, Veranstaltungen im Rahmen der Modewoche zu organisieren. Laut Braun stieß das auf positive Resonanz – aber aufgrund der Pandemielage fielen 80 bis 90 Prozent der geplanten Aktivitäten nun aus. Doch eben nicht alles: So wird es am Opernplatz und im Frankfurter Hof Laufstegpräsentationen geben. „Aber die Vision einer ganzheitlichen Frankfurt Fashion Week, wie wir sie angekündigt haben, werden wir erst im Januar 2022 umsetzen können“, sagt Braun.

Dass Frankfurt Mode kann – davon sind Braun und Tillmann nach wie vor überzeugt: „Frankfurt ist kosmopolitisch, die Frankfurter lieben Mode, sind kaufkräftig, und die Stadt hat die internationalste Community Deutschlands. Das Frankfurter Straßenbild ist ein guter Mix aus Luxus, Kommerz und Nische. Frankfurt wird in dieser Hinsicht total unterschätzt“, sagt Anita Tillmann.

Sevinc Yerli hat mit der Fashion Lounge Frankfurt einen 25 Meter langen Runway unter freiem Himmel geschaffen. Im Interview erzählt die Frankfurterin, was es damit auf sich hat. 

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