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Fashion Lounge in Frankfurt – Amazonen auf dem Catwalk

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Von: Kathrin Rosendorff

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Für selbstbewusste Frauen ist die „Amazone Kollektion“ der Frankfurter Designerin Alexandra Fuks.
Für selbstbewusste Frauen ist die „Amazone Kollektion“ der Frankfurter Designerin Alexandra Fuks. © Christoph Boeckheler

Die zweite Frankfurt Fashion Lounge ist mit Modeschauen und Showroom im Sofitel Hotel unweit der Alten Oper gestartet. Neben Frankfurter Designer:innen, präsentiert auch eine Ex-Frau von Lothar Matthäus ihre Mode.

Frankfurt – Models in Kriegerinnen-Korsetts laufen am Dienstagmittag zu dramatischer Musik durch die Lobby des Sofitel-Hotels an der Alten Oper: „Amazone“ heißt die Kollektion der Frankfurter Designerin Alexandra Fuks. Die Outfits sind aus pflanzlich gegerbtem Leder. Auf Sofas und Stühlen schaut sich das modebegeisterte Publikum mit FFP2-Masken die Show an.

Manche sehen aus, als gehörten sie selbst auf den Laufsteg: Ein junger Mann kombiniert blauen Fake-Pelz zu goldener Hose und weißen Plateauschuhen, ein anderer trägt ein Outfit voller weißer Stoffblumen von oben bis unten. Als er das Sakko öffnet, zeigt er sein asymmetrisches Shirt aus schwarzer Spitze, das eine Brust offenbart.

Frankfurt Fashion Lounge: Ticket-Nachfrage „enorm“

Willkommen bei der zweiten Frankfurt Fashion Lounge. Es ist eine der wenigen Präsenzveranstaltungen, die inmitten der Omikron-Welle im Rahmen der Frankfurt Fashion Week stattfindet: Bis Donnerstag gibt es hier: Modenschauen, Fashion-Panels zum Thema Nachhaltigkeit, aber auch „Influencer Brunches“. Alles unter strengen Auflagen mit 2G-Plus: Auch die Geboosterten müssen einen negativen Schnelltest vorweisen. Die Zahl der Gäste ist limitiert. „Die Nachfrage für Tickets ist an allen Tagen enorm, wir sind voll und konnten leider niemanden mehr annehmen“, sagt Sevinc Yerli, die Initiatorin und Organisatorin der Frankfurt Fashion Lounge.

Auch aus dem ersten Stock verfolgen Zuschauer:innen die Shows: Die Frankfurt Fashion Lounge ist ein offizielles „Side Event“ der Fashion Week und gleichzeitig das größte an Shows und Präsenzprogramm, das in dieser Woche stattfindet. Die Messe selbst hat am Dienstagabend eine Modenschau am Danziger Platz.

Frankfurt: Yerli will lokalen Designer:innen Plattform bieten

Die Fashion Lounge solle lokalen Designer:innen eine Plattform bieten, betont Yerli, die ein eigenes Label namens Chili Bang Bang hat. Sie ist überzeugt: „Frankfurt wird die Metropole für Mode in ganz Deutschland sein.“ Zwischen den Shows drapiert der Bad Vilbeler Designer Wladimir Arutti als Liveact zwei Models, die erst in Unterwäsche und BH mitten in der Lobby stehen und wenige Minuten später glänzende Galakleider tragen. Hat so ein bisschen Zaubertrickfeeling. Eine Etage weiter oben im Showroom präsentieren und verkaufen Designer:innen ihre Kollektionen: So auch der Frankfurter Designer Paulinus Fung M’englü (27). Seine Shirts und Hosen sind alle von ihm handbemalt oder im Graffitistil besprüht. „Alles sind Unikate“, sagt M’englü. Stars wie US-Rapper Soulja Boy hätten schon bei ihm bestellt.

Die Initiatorin und Organisatorin der Frankfurt Fashion Lounge: Sevinc Yerli.
Die Initiatorin und Organisatorin der Frankfurt Fashion Lounge: Sevinc Yerli. © Imago Images

Unweit davon versucht ein TV-Reporter, Marijana, Ex-Ehefrau Nummer drei von Lothar Matthäus, zu interviewen. Marijana (50), die immer noch den Nachnamen ihres Ex-Mannes trägt, ist nämlich auch Designerin und verkauft unter ihrem Label „Andaj London“ Wintermäntel mit Pelz. Doch das Interview droht zu platzen: „Also wenn Sie kein besseres Licht haben, passiert das nicht. Denn so sehe ich nicht aus“, sagt sie auf Englisch. Ein Herr, der vorbeiläuft, kommentiert: „Doch sie hat diese Augenringe.“ Es gibt aber ein Happy End: Denn es findet sich noch das richtige Licht. (Kathrin Rosendorff)

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