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Da machen manche einen Schwanenhals: Ein Graffito ziert das Praunheimer Brückencafé.
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Da machen manche einen Schwanenhals: Ein Graffito ziert das Praunheimer Brückencafé.

Kunst am Bau

Frankfurt: Graffito bringt Farbe ans Wasserhäuschen „Man fühlt sich wie zu Hause.“

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Das Brückencafé in Frankfurt-Praunheimer hat ein Graffito – es erinnert auch an beliebte Stammgäste des Büdchens an der Nidda.

Frankfurt - Eine radelnde Familie ist drauf, mit Anhänger fürs Kind. Ein Schwan, eine Ente. Dann eine Nutria vermutlich, obwohl das nicht ganz klar ist. Könnte auch ein Biber sein, der da mit anderen freundlichen Figuren neuerdings von einer Wand des Praunheimer Brückencafés grüßt.

Das Gemälde, besser: Graffito hat Markus Dörr von der Offenbacher Künstleragentur Artmos4 geschaffen, im Auftrag der Binding-Brauerei. Es ist nicht das erste und nicht das letzte seiner Art; am Sachsenhäuser Wasserhäuschen „Nox“ in der Holbeinstraße und am Rödelheimer Büdchen „Auf der Insel“ prangen ganz ähnliche Werke.

Graffito bringt Farbe an Frankfurter Wasserhäuschen: Kunstwerk kommt gut an

Ziel der Übung: an jedem Wasserhäuschen das Besondere des Ortes und des Stadtteils zum Ausdruck bringen, betont Binding-Sprecherin Claudia Geisler. Zu sehen sind deshalb auch das Praunheimer Wappen und das Brückencafé selbst, beliebter Treffpunkt direkt an der Nidda. Aber es fehlen auch nicht der Frankfurter Stadtadler, der Fernsehturm, zwei Hochhäuser stellvertretend für die Skyline und eine ziemlich große Flasche Bier.

Wie kommt das an? „Gut“, sagt der Mann hinterm Tresen, aber auch nicht mehr, weil die Geschäftsführung gerade nicht vor Ort ist. Deutlich gesprächiger ist Manfred Herold. Ihn Stammgast zu nennen, wäre schon beinahe untertrieben. „Ich war schon als Kind immer hier und komme heute noch fast jeden Tag mit dem Hund“, sagt er. Und das, obwohl er inzwischen in Eschborn wohnt.

Und das Graffito? „Super“, sagt Herold. „Man fühlt sich wie zu Hause.“ Nur die Nutria sei vielleicht nicht ganz optimal getroffen. „Sieht eher ein bisschen aus wie ein Wasserschwein“, urteilt er mit einem Lächeln. Hund Simon blinzelt dazu in die Sonne.

Kunstwerk am Wasserhäuschen in Frankfurt: Stammkunden bestimmen mit

Die Gäste hatten einen großen Anteil an der Entstehung des Kunstwerks. Sie konnten vorher sagen, was sie gerne aus dem Stadtteil darin wiederfinden würden.

Einer besorgte sogar einen Eimer Wandfarbe, und der nächste tünchte damit die Wand als Grundierung für Markus Dörrs farbenfrohe Arbeit. Viele blieben stundenlang vor Ort und verfolgten, wie das Graffito Gestalt annahm.

Dass die Aufschrift „Mausi und Didi“ in dem Bild zu finden ist, geht ebenfalls auf die Wünsche der Stammkundschaft zurück. Mausi hieß der verstorbene Hund eines Gastes, den viele dort noch in guter Erinnerung haben. Und Didi war selbst Stammgast und im Stadtteil „sozusagen bekannt wie ein bunter Hund“, berichtet Geisler, bis er vor einigen Jahren starb. Für lange Zeit werden Mausi und Didi nun weiter im Brückencafé präsent sein. (Thomas Stillbauer)

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