Landgericht Frankfurt

Falsche Polizistinnen sind geständig 

Zwei Frauen hatten sich als Polizei-Beamtinnen ausgegeben und versucht, Senioren zu betrügen. 

Mit umfassenden Geständnissen der beiden Angeklagten hat am Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess um Betrug mit dem Trick „falsche Polizisten“ begonnen. Die beiden 25 und 27 Jahre alten Frauen räumten ein, im vergangenen September als angebliche Polizistinnen bei zwei Rentnerinnen in Koblenz und im Rhein-Pfalz-Kreis angerufen zu haben. In den Telefongesprächen wurden die jeweils 71 Jahre alten Frauen vor angeblich bevorstehenden Überfällen gewarnt und aufgefordert, ihre Ersparnisse in Sicherheit zu bringen.

Während eine der Seniorinnen den Betrug erkannte, fiel das zweite Opfer auf den Trick herein und legte einen Beutel mit zuvor bei der Bank abgeholten 45 000 Euro Bargeld vor die Tür. Eine der beiden Angeklagten holte das Geld dort ab, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Die zweite Frau habe sie gefahren. Kurze Zeit später wurden die beiden Frauen von echten Polizeibeamten festgenommen und die Beute sichergestellt.

Am ersten Verhandlungstag wurden Entschuldigungsbriefe der Frauen an die beiden Rentnerinnen verlesen. Eine der Zeuginnen sprach von einem „Horror-erlebnis“. Ihr sei erst viel später klar geworden, dass sie Betrügerinnen aufgesessen sei.

Die Strafkammer hat noch drei weitere Termine festgelegt. Mitte April soll der Prozess abgeschlossen werden. (dpa) 

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