Am Freitag stellten auch Besucher des Markts am Südbahnhof ihre Räder in der Abstellanlage ab.
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Am Freitag stellten auch Besucher des Markts am Südbahnhof ihre Räder in der Abstellanlage ab.

Mobilität

Frankfurt: Fahrräder parken am Südbahnhof

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Stadt fördert das Radfahren mit einer neuen Abstellanlage, Radwege-Schildern und Rotmarkierungen.

Die Stadt hat eine überdachte Fahrradabstellanlage am Südbahnhof aufgestellt. 32 Fahrräder lassen sich dort auf zwei Geschossen parken. Die Anlage befindet sich an der Ecke Diesterwegplatz und Hedderichstraße.

Es sei schon die 13. derartige Anlage, welche die Stadt seit 2017 aufgestellt habe, führte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) aus, die erste war an der Konstablerwache entstanden. Danach folgten Anlagen etwa in Rödelheim, Höchst und Heddernheim. „Die Anlage an der Konstablerwache wurde sofort gut angenommen, bei anderen Anlagen wie in Rödelheim oder Heddernheim brauchte das bis zu anderthalb Jahren Zeit“, sagte er. Dennoch sei es wichtig, „ein Stück vor dem Bedarf her zu bauen“.

Die Frankfurter haben laut einer Bürgerbefragung durch die TU Dresden zuletzt rund 20 Prozent ihrer Wege mit dem Rad zurückgelegt. Vor diesem Hintergrund treibe die Stadt den Ausbau der Infrastruktur für Radfahrer voran, so Oesterling. Im vergangenen Jahr seien rund 2000 Abstellplätze für Räder errichtet worden, in diesem Jahr werde diese Marke ebenfalls erreicht. Bis jetzt seien 1960 Abstellplätze geschaffen worden. Weitere überdachte Abstellanlagen kündigte Oesterling für die Stationen Nieder-Eschbach und Ostbahnhof an. Die Anlage am Südbahnhof habe 25 000 Euro gekostet und stamme von der Firma Orion aus dem Hessischen Ried. Durch die Hydraulik ließen sich auch schwere Pedelecs ohne Kraftanstrengung in die erste Etage befördern.

Ausbau des Radwegenetzes geht weiter

Der mit dem Radentscheid Frankfurt ausgehandelte Ausbau des Radwegenetzes gehe weiter, sagte Oesterling. Zuletzt sei der Radweg von der Schönen Aussicht entlang der Kurt-Schumacher- und Konrad-Adenauer Straße bis zum Friedberger Tor markiert worden. In den Sommerferien folge der Abschnitt zwischen Friedberger Tor und Friedberger Platz entlang der Friedberger Landstraße. Für Autofahrer fällt in diesem Bereich eine Fahrspur weg.

Beim Umbau von Seitenstraßen zu fahrradfreundlichen Nebenstraßen prüfe die Verwaltung das 172 Seiten lange Konzept, das der Radentscheid Frankfurt zuletzt vorgestellt hatte. Nach der Sommerpause würden Gespräche mit den Ortsbeiräten aufgenommen, um zu entscheiden, welche Straßen entsprechend umgebaut werden könnten, führte Stefan Lüdecke, der Leiter der Stabsstelle Radverkehr im Verkehrsdezernat aus.

Weiterhin setze die Stadt auf Rotmarkierungen von Radwegen, sagte Oesterling. Zuletzt wurde die Kreuzung zwischen Opernplatz und Bockenheimer Landstraße und ein 500 Meter langer Abschnitt zwischen Reuterweg und Mainzer Landstraße rot markiert. Bis zum Ende der Legislaturperiode im März 2021 sollen die allermeisten der Frankfurter Stadtteile mit Schildern für Radwege ausgewiesen sein, sagte der Verkehrsdezernent.

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