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Die Straße Am Martinszehnten in Frankfurt kann nun problemlos überquert werden, dank einer Verlängerung des Radweges und einer Verkehrsinsel.

Frankfurt-Nord

Fahrradweg zwischen Kalbach und Nieder-Eschbach ausgebaut

Die Straße Am Martinszehnten kann nun problemlos überquert werden, dank einer Verlängerung des Radweges und einer Verkehrsinsel. Die Stadt hat dafür 300 000 Euro ausgegeben.

Frankfurt – Wer von Kalbach nach Nieder-Eschbach mit dem Fahrrad will, der kann sich in Zukunft einen Umweg von rund 500 Metern sparen. An der Straße Am Martinszehnten – an der Grenze zwischen beiden Stadtteilen – hat die Stadt Frankfurt ein Lücke des bestehenden Radwegenetzes geschlossen.

Von der Kalbacher Hauptstraße führt ein schmaler Weg – die Straße Am Zedernholz – hoch Richtung Nieder-Eschbach. Bislang machte er kurz vor der Straße Am Martinszehnten einen Knick nach links. Wer also zum Ben-Gurion-Ring wollte, musste diesen Umweg in Kauf nehmen. Oder er wählte eine nicht ganz ungefährliche Abkürzung, nahm einen im Laufe der Jahre entstandenen Trampelpfad durch die – an manchen Stellen auch steile – Böschung und hob sein Fahrrad über die Leitplanke. Dass es diese Fälle gab, berichtete Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) gestern beim Ortstermin.

Fahrradweg in Frankfurt: Ausbau hat rund zwei Monate gedauert

Nun können die Radfahrer weiterfahren, ohne nach links abbiegen zu müssen. Die Böschung wurde entfernt, die Leitplanke verkürzt. Nach kurzzeitiger achtprozentiger Steigung am Anfang der neuen Rampe geht es über zwei Prozent Steigung zur Straße Am Martinszehnten, die an dieser Stelle verbreitert wurde.

In der Mitte befindet sich nun eine Verkehrsinsel, die als Querungshilfe dienen soll, nicht nur für Fahrradfahrer. Auch für Fußgänger ist der Weg nun deutlich einfacher. Und weil das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) bei den Maßen der Insel darauf geachtet hat, dass auch Kinderwagen und Rollstühle genug Abstellfläche haben, können auch diese Personengruppen zunächst die eine Fahrspur überqueren, „um sich dann auf die zweite Spur zu konzentrieren“, so Oesterling. Die Verkehrsinsel sei zudem barrierefrei angelegt.

Die Arbeiten haben rund zwei Monate gedauert, Baubeginn war am 22. Juli. Leichte Verzögerungen gab es zwischendurch nur, als die Mitarbeiter des ASE festgestellt haben, „dass der Fahrbahnuntergrund im Umfeld der gebauten Mittelinsel nicht tragfähig war“, erklärt Michaela Kraft, die Leiterin des Amtes. Doch auch diese „zusätzlichen Arbeiten haben wir zügig erledigt“, ergänzt sie.

Baumaßnahmen an Fahrradweg kosten Stadt Frankfurt 300 000 Euro

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt lagen den Angaben von Stadtrat Oesterling zufolge bei rund 300 000 Euro.

Es ist Teil einer Gesamtstrategie, die die Stadt Frankfurt laut Oesterling zu Gunsten des Fahrradverkehrs plane. Dazu zählten Abstellanlagen für Fahrräder, von denen weitere vorgesehen sind, die Ausweisung von Fahrradwegen als Umsetzung von Vorschlägen des Radentscheids wie in der Schönen Aussicht oder die Umwandlung von zwei Spuren der Friedberger Landstraße zu einem Fahrradweg. Auch soll die Beschilderung im ganzen Stadtgebiet auf Vordermann gebracht werden; Am Martinszehnten werden die Schilder im letzten Schritt noch angebracht.

Frankfurt: Auf dem verlängerten Fahrradweg gilt: Vorsicht vor Golfbällen

Nur ein Hindernis haben die Radfahrer in dieser Ecke jetzt noch: Der Weg führt mitten durch einen Golfplatz. Nicht ohne Grund stehen dort Schilder mit der Aufschrift: „Vorsicht vor fliegenden Bällen!“

von Fabian Böker

Fahrradfahren in Frankfurt? Nicht immer ist das so angenehmen wie jetzt zwischen Kalbach und Nieder-Eschbach. Ansgar Hegerfeld fährt stets mit dem Rad von Maintal nach Frankfurt – auf der Hanauer Landstraße erlebt er das tägliche Chaos, berichtet fr.de*. Der Verkehr ist in der Mainmetropole eines der bestimmenden Themen. Gestritten wird unter anderem um die Mainkai-Sperrung, einen Gesamtverkehrsplan* und den S6-Ausbau

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