Auf Rädern demonstrierte FFF gegen Flugverkehr.
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Auf Rädern demonstrierte FFF gegen Flugverkehr.

„Fridays for Future“

Frankfurt: Mit Fahrradklingeln gegen Flugverkehr

  • vonClara Gehrunger
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Per Fahrraddemo demonstrieren „Fridays for Future“ in Frankfurt gegen Flughafenausbau und Lufthansa-Hilfen. Ab jetzt soll es wieder wöchentliche Aktionen geben.

Ausnahmsweise nicht an einem Freitag und ganz kurzfristig geplant: „Fridays for Future“ (FFF) mobilisierte am Dienstagnachmittag Aktivisten für eine Fahrraddemo von der Alten Oper zum Flughafen. Der Protest richtete sich gegen den Flughafenausbau und das milliardenschwere Hilfspaket des Bundes für die Lufthansa. Außerdem setzten sich die Teilnehmer für langfristig weniger Flüge und mehr Förderung nachhaltigen Verkehrs ein. Anlass war die Aktionärsversammlung der Fraport.

Ganz im Zeichen von Corona galt die erste Ansprache der Demonstration an der Alten Oper den Abstandsregeln und der Maskenpflicht. „Mit den Fahrrädern können die Abstände besser eingehalten werden“, sagte FFF-Pressesprecher Jannik Oswald. Für die Demo wurde unter anderem die gesamte Bundesstraße 40 gesperrt, ein großes Polizeiaufgebot sicherte die Strecke ab.

Erst am Wochenende hatte das Organisationsteam den Protest geplant. Deswegen konnte es die voraussichtliche Teilnehmerzahl schwer abschätzen und hatte vorsorglich 100 Personen angemeldet. Die Aktion sei der Auftakt für eine „neue Saison“ der FFF-Proteste, erklärte der 16-jährige Oswald, ab sofort seien wieder wöchentliche Aktionen geplant, um für Klimaschutz auch in Zeiten der Pandemie einzustehen.

Der coolste Vogel

Während der Rede von Rosie Sauer von der Organisation „Am Boden Bleiben“ ließen sich aus dem Publikum zunächst nur zaghafte Sprechchöre hören, nach der Abfahrt des Fahrradkorsos wurden Fahrradklingeln und beherztere Rufe laut. Unter den Teilnehmern waren außer den überwiegend jungen Menschen vereinzelt Familien und ältere Personen, die nach eigenen Angaben schon seit Jahrzehnten Aktionen etwa gegen die Startbahn West unterstützen. Auffällig waren auch vereinzelte Verkleidungen. So nahm der 22-jährige Robin im Pinguinkostüm an der Demonstration teil: „Das ist der coolste Vogel, der bleibt nämlich am Boden.“

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