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So soll die frühere Neckermann-Zentrale in Frankfurt bald aussehen.
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So soll die frühere Neckermann-Zentrale in Frankfurt bald aussehen.

Rechenzentren

Ex-Neckermann-Zentrale wird ein Rechenzentrum

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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An der Hanauer Landstraße in Frankfurt entsteht ein riesiger Campus aus Rechenzentren. Der Denkmalschutz erlaubt auch den Umbau der früheren Neckermann-Zentrale.

Der Rechenzentrenbetreiber Interxion darf das denkmalgeschützte einstige Hauptgebäude des früheren Versandhändlers Neckermann an der Hanauer Landstraße im Osten Frankfurts umbauen und als riesiges Rechenzentrum mit einer IT-Fläche von 45 000 Quadratmetern nutzen. Der Ende der 1950er Jahre nach Plänen des Architekten Egon Eiermann errichtete 316 Meter lange Riegel soll dabei samt Kopfbau und der Fassade mit etwa 1000 Fenstern erhalten bleiben. Die 1975 aufgesetzte Vorstandsetage wird abgerissen. Dafür darf das Unternehmen einen Dachaufbau errichten, der die Technik enthalten soll. Darauf haben sich laut Interxion der Bauherr, das Denkmalamt der Stadt Frankfurt und das Landesamt für Denkmalpflege jetzt grundsätzlich verständigt.

„Besonders glücklich sind wir darüber, dass der Bereich der ehemaligen Betriebskantine in seiner bauzeitlichen Raumstruktur erhalten wird“, sagt Markus Harzenetter, der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege. Er freue sich zudem darüber, dass das ehemalige Versandhaus durch die Wiederherstellung der ursprünglichen, differenzierten Fassadenfarbigkeit ein maßgebliches Gestaltungselement zurückerlange. In der Mitteilung des Bauherrn ist etwa die Rede von gelben und orangen Sonnensegeln.

Riesiger Campus entsteht

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) zeigt sich froh, dass es nun insbesondere eine zukunftsfähige Nutzung für das Eiermann-Gebäude gebe und kein weiterer langwieriger Leerstand drohe. Seit dem Aus für Neckermann im Jahr 2012 war das Areal zum größten Teil ungenutzt gewesen.

Mit den Plänen von Interxion stärke Frankfurt zudem seinen Status als Internet-Hauptstadt und bekomme das erste denkmalgeschützte Rechenzentrum der Welt, sagt Josef.

Das Rechenzentrum im Eiermann-Gebäude soll Teil eines riesigen Campus sein, der auf einer Gesamtfläche von mehr als zehn Hektar Platz für eine IT-Fläche von etwa 90 000 Quadratmetern mit einer Kapazität von 180 Megawatt bieten soll. Bei der ersten Vorstellung der Pläne hatte das Unternehmen die Investitionskosten für den „Digital Park Fechenheim“ auf mehr als eine Milliarde Euro beziffert.

Noch in diesem Quartal sollen im Süden des Geländes an der Hugo-Junkers-Straße Umbauarbeiten für die Errichtung eines ersten Rechenzentrums beginnen. Die Rohbauarbeiten am Eiermann-Gebäude könnten laut Interxion, wenn dann alle Genehmigungen vorliegen, im Sommer starten. Die dortigen Rechenzentren könnten dann im Sommer 2022 in Betrieb gehen.

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