Multifunktionshalle

Erster Schritt für Kaiserlei-Arena gemacht

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Mit der Kaiserlei-Arena geht es voran: Das Sportdezernat Frankfurt will bis Ende des Monats eine Magistratsvorlage präsentieren. Die Frankfurt Skyliners stehen als mögliche Mieter bereit.

Nach wochenlangen Gesprächen und Verhandlungen zwischen der Stadt Frankfurt und dem Bieterkonsortium Langano geht es beim Thema Multifunktionshalle am Kaiserlei voran. „Wir wollen bis Ende des Monats eine Magistratsvorlage vorlegen“, sagte Andrea Brandl, die Referentin von Sportdezernent Markus Frank (CDU). Nach der Prüfung der Juristen durch das Revisionsamt und der Kämmerei könnte die Vorlage Ende Mai in der Magistratssitzung eingebracht und dann noch vor den Sommerferien vom Stadtparlament beschlossen werden. Damit wäre der erste Schritt für eine Arena mit bis zu 13 000 Zuschauern, die 150 Millionen Euro kosten soll, gemacht.

„Wir haben aber noch viele Schritte vor uns“, merkte Brandl an. Zum einen muss Langano, das zur französischen Lagardère-Gruppe gehört, sein Verkehrsgutachten aktualisieren. Und bevor gebaut wird, müsste ein Bebauungsplan erstellt und ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden. Allerdings musste Langano schon in der Ausschreibung mehrere Architekten benennen, die eine solche Arena entwerfen könnten. Fest steht aber, dass der Investor nur auf Frankfurter Gemarkung – und nicht wie ursprünglich geplant auch auf Offenbacher Gebiet – bauen will.

Langano soll ein Erbbaurecht für eine insgesamt rund 25 000 Quadratmeter große Fläche erhalten, die sich im Eigentum der Stadt Frankfurt und der stadtnahen Stiftung Allgemeiner Almosenkasten befindet. Jetzt muss der genaue Flächenzuschnitt erstellt werden. Dass ein im Baugebiet in der Erde liegender Drainagekanal verlegt werden muss, sieht das Sportdezernat als kleines Problem. Das falle bei der Größenordnung nicht ins Gewicht – weder technisch, noch finanziell, hatte auch Frank kürzlich gesagt.

Langano verhandelt parallel neben der Stadt auch mit den Basketballern der Frankfurt Skyliners als möglicher Mieter in der Arena. „Die Gespräche über den Mietvertrag laufen sehr konstruktiv“, sagt Gunnar Wöbke, geschäftsführender Gesellschafter der Skyliners. Er wartet schon seit Jahren auf eine neue Arena, um den nächsten Entwicklungsschritt zu machen.

Der Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt hingegen macht sich für das Projekt „The Dome“ am Flughafen stark. Dort will die kanadische Katz Group für rund 330 Millionen Euro eine Arena für 23 000 Zuschauer mit einem Hotel und einer weiteren Halle für bis zu 4500 Zuschauer auf einer brachliegenden Fläche der Fraport bauen. Auch dieses Projekt müsste allerdings erst ausgeschrieben werden und würde bis zur Realisierung noch viele Hürden nehmen – unter anderem müsste der Bebauungsplan geändert werden – und Jahre dauern.

Von der zur Verfügungstellung der Fläche am Kaiserlei bis zur geplanten Magistratsvorlage sind acht Jahre vergangen.

Von Timur Tinç

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