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Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt am Hülya-Platz am 29. Mai 2020.
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Mahnwache für die Opfer rechter Gewalt am Hülya-Platz am 29. Mai 2020.

Rechtsextremismus

Frankfurt: Erinnerung an den Anschlag in Solingen

  • Hanning Voigts
    vonHanning Voigts
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Mehrere Initiativen wollen zum „Hülya-Tag“ in Frankfurt aller Opfer rechten Terrors gedenken. Erwartet werden auch aktuelle und zukünftige Mitglieder des Frankfurter Magistrats.

Auf den Tag genau 28 Jahre, nachdem bei einem rechtsextrem motivierten Brandanschlag im nordrhein-westfälischen Solingen fünf Menschen getötet wurden, wollen Frankfurter Initiativen am kommenden Samstag, 29. Mai, an alle Menschen erinnern, die seit 1990 Opfer rassistischer und rechtsextremer Gewalt geworden sind.

Die Initiative Zukunft Bockenheim, die Seebrücke Frankfurt, das Türkische Volkshaus, der Hessische Flüchtlingsrat und andere Organisationen rufen ab 14 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Campus Bockenheim auf. Im Anschluss ist ein Protestzug zum Hülya-Platz in Bockenheim geplant, wo eine Gedenkminute abgehalten wird. Der Platz ist nach Hülya Genç benannt, die bei dem Anschlag in Solingen am 29. Mai 1993 im Alter von nur neun Jahren getötet worden war. Anschließend geht es zurück zum Campus Bockenheim, wo gegen 16 Uhr die Abschlusskundgebung beginnen soll.

Wie die Veranstalter:innen mitteilten, wird bei der Auftaktkundgebung unter anderen Serpil Unvar sprechen, die Mutter von Ferhat Unvar, der beim rassistischen Anschlag am 19. Februar 2020 in Hanau getötet wurde. Außerdem wird eine Ansprache der Frankfurter Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) erwartet. Beim Demozug sollen die Namen von mehr als 200 Menschen gerufen und auf Schildern gezeigt werden, die seit 1990 bei rassistischen Gewalttaten ihr Leben verloren haben.

Bei der Abschlusskundgebung wird eine Rede der zukünftigen Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) erwartet, die von der neuen Römerkoalition auch zur Bürgermeisterin gewählt werden soll.

Aufklärung gefordert

Man schließe sich der Forderung der „Initiative 19. Februar“ aus Hanau an, „die sich seit einem Jahr für eine vollständige Aufklärung der rassistisch motivierten Gewalt, für Konsequenzen, Erinnerung und Gerechtigkeit einsetzt“, sagte Annette Mönich von der Initiative Zukunft Bockenheim. Nadine Henkel von der Frankfurter Seebrücke sagte, rassistische und rechtsextreme Gewalt dürfe nicht als Ausdruck von Einzelfällen betrachtet werden. Rechte Netzwerke, „die es auch innerhalb von Behörden wie der Frankfurter Polizei gibt“, dürften nicht verharmlost werden, mahnte die Aktivistin.

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