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Das geschwungene Treppenhaus ist eines der 50-er-Jahre-Elemente des früheren Bundesrechnungshofs in Frankfurt, das erhalten blieb.
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Das geschwungene Treppenhaus ist eines der 50-er-Jahre-Elemente des früheren Bundesrechnungshofs in Frankfurt, das erhalten blieb.

Denkmalschutz

Frankfurt: Erfolgreicher Kampf für den Erhalt

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Das Denkmalamt blickt zurück auf den Umbau des Frankfurter Bundesrechnungshofs. Einige wichtige Elemente des 50er-Jahre-Gebäudes blieben erhalten.

Die Zeichen standen auf Abriss. Der frühere Bundesrechnungshof in der Frankfurter Innenstadt stand seit Jahren leer, galt als marode, wirkte sehr heruntergekommen. Der damalige Eigentümer machte keinen Hehl daraus, dass er auf dem zentral gelegenen Gelände lieber einen Neubau errichten würde. Just in dieser Situation kürte der Frankfurter Denkmalbeirat 2012 das 50er-Jahre-Gebäude zum Denkmal des Jahres. Als Zeichen gegen den Abriss, wie dessen Vorsitzender Thomas Bauer sagt. „Wir haben damals bewusst ein gefährdetes Gebäude ausgezeichnet“, macht er klar, als die Plakette am Mittwoch, gut neun Jahre nach der Entscheidung am einstigen Behördenbau angebracht wird.

Inzwischen gilt der Kompromiss, den Bauherr, Stadt und Denkmalschutz fanden, als Erfolgsgeschichte. Die Kornmarkt-Arkaden, die auf dem Gelände zwischen Bethmannstraße und Berliner Straße entstanden, sind eine Mischung aus Neu, Alt und Rekonstruktion. Er sei allen Beteiligten dankbar, dass es gelungen sei, Teile des Gebäudetrakts zu erhalten, sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD) im früheren Behördenfoyer. Denn diese stünden für eine architektonische Kultur der Nachkriegszeit, die es zu erhalten gelte.

Stefan Timpe, stellvertretender Leiter des städtischen Denkmalamts, weist darauf hin, wie aufwendig das Wandbild von Eberhard Schlotter, vor dem er steht, restauriert wurde. Das erhalten gebliebene geschwungene Treppenhaus lobt er als eines der beeindruckendsten der 50er Jahre in der Stadt. Er erwähnt zudem, dass die Fassade heute wieder mit schwarzen und roten Elementen sowie den gelblichen Kacheln, also einem angedeuteten Schwarz-Rot-Gold, an die frühere Bestimmung des Gebäudes als Bundesbehörde erinnert.

Gleichzeitig betont Timpe, dass Denkmalpflege nicht nur eine Erfolgsgeschichte sei. Leider komme es auch zu Verlusten, sagt er. Bewusst zeige das neue Buch des Amts, das sich mit Sanierungs- und Restaurierungsprojekten in Frankfurt in den Jahren 2017 bis 2019 befasst, daher als Titelbild einen Fassadenausschnitt eines Behördengebäudes an der Adickesallee, das trotz Denkmalschutzes abgebrochen wurde.

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