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Weniger Platz für Autos, dafür mehr für Radfahrende, fordert der Kimaentscheid. Foto: Andreas Arnold
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Weniger Platz für Autos, dafür mehr für Radfahrende, fordert der Kimaentscheid.

Kilmakrise

Frankfurt: Entscheidung fürs Klima

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Das Bürgerbegehren der Initiative Kilmaentscheid startet am Donnerstag. 20 000 Unterschriften werden benötigt - und das ist nur der erste Schritt.

Gegen die Klimakrise wird „von oben“ nicht genug getan? Wer die Auffassung teilt, kann von diesem Donnerstag an helfen, das Ruder herumzureißen – zumindest lokal. Die Initiative Klimaentscheid Frankfurt will die Politik zum Handeln zwingen: per Bürgerentscheid.

Erster Schritt zu diesem demokratischen Mittel ist die Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren. „Wir brauchen zunächst rund 20 000 Stimmen“, sagt Feyza Morgül, Publizistin, Klimaschützerin und seit dem Beginn vor zwei Jahren beim Klimaentscheid dabei. Dem Begehren soll im zweiten Schritt der Entscheid folgen. Dafür wären gut 82 500 Unterschriften nötig.

„Wir sehen, dass die Entwicklung weltweit seit Jahrzehnten konträr zu dem läuft, was die Wissenschaft fordert, angefangen beim Club of Rome“, sagt Morgül. Der Forscherzusammenschluss hatte vor fast 50 Jahren in seinem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ vor den Folgen gewarnt, wenn der Mensch weiter die Natur ausbeute. Zu lang wurden die Warnungen ignoriert.

Aber was kann Frankfurt ausrichten, wenn riesige Staaten, China, Indien, die USA, nicht so mitziehen, wie es nötig wäre? „Wir können zeigen, wie’s geht“, sagt Feyza Morgül kämpferisch, „und wenn das viele Kommunen machen, gewinnen wir.“

Die Veränderungen, zu denen der Klimaentscheid die Stadt bringen will, sind vielfältig: Treibhausgasemissionen deutlich senken, Solaranlagen auf die Dächer, umweltfreundliche Mobilität, mehr Natur in der Stadt.

Miniwälder in der Stadt

Konkret fordert die Initiative zehn Prozent weniger Autoverkehr pro Jahr, Vorrang für den Fuß- und Radverkehr bei der Straßenplanung, Gratis-ÖPNV-Jahreskarte für alle, die ihr Auto aufgeben. Außerdem sollen pro Jahr ein Miniwald für einen überwärmten Stadtteil sowie zusätzlich 2000 Bäume jährlich gepflanzt werden. Weitere konkrete Forderungen wollen die Mitglieder am Donnerstagabend in einer Pressekonferenz bekanntgeben, die zugleich Auftakt der Unterschriftensammlung ist und live im Internet übertragen wird.

„Wir wollen in Frankfurt am Main unseren Beitrag dazu leisten, die weltweite Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen, und gleichzeitig das Leben in der Stadt lebenswerter machen“, heißt es auf der Internetseite des Klimaentscheids. Dahinter stehen einige Dutzend Menschen, die sich seit Herbst 2019 sehr regelmäßig getroffen, in Themen eingearbeitet, Ideen geschmiedet und Podiumsdiskussionen veranstaltet haben. Träger der Initiative ist der Verein Transition Town Frankfurt.

Die Aktiven denken dabei nicht nur ans Klima, sondern auch an die sozialen Folgen der Bemühungen gegen die Erderwärmung: „Es geht uns beispielsweise auch darum, dass die energetische Haussanierung nicht dazu führen darf, dass die Mieten noch weiter steigen“, sagt Feyza Morgül.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 25. November, um 18 Uhr. Die Raumkapazität vor Ort ist erschöpft, aber online ist die Teilnahme via Facebook, Youtube oder Zoom möglich. Zugangsdaten und weitere Informationen auf der Homepage des Klimaentscheids: klimaentscheid-frankfurt.de

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