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Preisträger Torsten Horn und Stadträtin Rosemarie Heilig präsentieren den Goldenen Apfel.

Ehrung

Frankfurt: Goldener Apfel für Torsten Horn

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Torsten Horn pflegt seine Streuobstwiesen auf vielfältige Art und Weise. Dafür ist er nun mit dem Goldenen Apfel ausgezeichnet worden.

Alte Obstsorten, Schafe, Nistkästen für Vögel und Bienenstöcke – all das gibt es auf Streuobstwiesen von Torsten Horn. Nun ist der Eschweger wegen seines großen Engagements für die hessischen Streuobstwiesen mit dem Goldenen Apfel ausgezeichnet worden. Am Mittwochnachmittag wurde Horn auf der Bühne des Frankfurter Apfelweinfestivals auf dem Roßmarkt geehrt. Neben Urkunde und dem Goldenen Apfel selbst ist der Preis mit 1000 Euro dotiert.

Schon seit 2007 würdigen die Naturschutz-Akademie Hessen, die Gutes Aus Hessen GmbH und der Verband hessischer Apfelwein- und Fruchtsaftkeltereien im Rahmen des Apfelweinfestivals den Einsatz von Menschen, Vereinigungen oder Organisationen, die sich dem Schutz und der Pflege von hessischen Streuobstwiesen verschrieben haben.

„Es beeindruckt mich immer wieder, wie sehr sich Menschen mit unserem Kulturgut Streuobstwiese identifizieren und so viel Zeit und Leidenschaft in ihre Pflege investieren“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) bei der Verleihung. „Torsten Horn ist ein herausragendes Beispiel dafür und hat den Goldenen Apfel mehr als verdient.“

Seit dem Jahr 2014 hat Horn eine Streuobstwiese nahe Esch– wege von der Stadt gepachtet, ein Jahr später kam dann ein Patenschaftsvertrag zur Obstbaumpflege hinzu. Zusammen haben die Wiesen eine Fläche von 8800 Quadratmetern.

Im BUND engagiert

Zusätzlich engagiert er sich im Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und hilft auch auf deren Streuobstwiesen mit, auf denen ein besonderer Fokus auf alte Apfelsorten gelegt wird. Auf seinen Wiesen findet man aber eben auch Schafe, die das Gras kurz halten, zahlreiche Nistkästen für zahlreiche Arten von Vögeln und sogar mehrere Bienenstöcke, die ein Freund dort aufgestellt hat.

Warum er das alles macht? „Zum einen habe ich einfach Spaß, draußen in der Natur zu sein, zum anderen sind Streuobstwiesen kleine Öko-Systeme, in denen eine Vielfalt an Lebewesen wohnt. Für deren Erhalt muss man kämpfen“, sagt er. Das bestätigt auch Albert Langsdorf von der Naturschutz-Akademie Hessen: „Die Wiesen bieten Lebensraum für mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten und sind damit wertvolle Biotope.“

Doch die Bewirtschaftung schafft Horn nicht ganz alleine. Er beschneidet zwar die Bäume im Winter weitestgehend selbst, aber dennoch stehen ihm seine Familie und ab und zu auch andere Helferinnen und Helfer aus der Umgebung zur Seite. Seine Tochter war es auch, die ihn darauf gebracht, sich um den Preis zu bewerben, sagte Horn zu Beginn der Verleihung.

Das Preisgeld will der Gewinner jetzt in eine neue Umzäunung für die Wiesen und in Neuanpflanzungen investieren, um noch mehr für die Pflege seiner Streuobstwiesen zu tun.

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