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Frankfurt: Energiepauschale für andere spenden

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Von: Steven Micksch

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Das Sozialdezernat der Stadt Frankfurt wirbt für einen neue Solidaritätskampagne. Finanziell abgesicherte Menschen sollen ihre Energiepauschale spenden und Bedürftigen helfen. Eine konkrete Idee dafür gibt es bereits.

Das Sozialdezernat und das Jugend- und Sozialamt der Stadt haben die Kampagne „#weitergeben“ gestartet. Damit sollen finanziell abgesicherte Frankfurter:innen ihre vom Bund gezahlte und nicht benötigte Energiepauschale spenden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Energiepauschale sei nur ein Beispiel: Egal ob 5 oder 500 Euro – jeder Betrag ist willkommen. Unterstützt wird die Kampagne von der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Frankfurt, dem Zusammenschluss der freien Wohlfahrtsverbände. Eine weiterere Unterstützerin ist die Mainova. In einem ersten Schritt sollen mit dem Geld kostenlose Essensangebote für Kinder, Jugendliche, Senior:innen und alle anderen Menschen finanziert werden, die durch die Folgen der Inflation in eine prekäre Lage gekommen sind. Da das neue Essensangebot auf bestehenden Strukturen aufbaue, gebe es keine Verwaltungs- oder Personalkosten – jeder gespendete Euro fließe direkt in das Essensangebot.

„In einer solchen Situation müssen wir als Stadtgesellschaft füreinander einstehen“, sagt Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne). „Eine starke Stadt wie Frankfurt kann das leisten: Wir haben eine lange Tradition von bürgerschaftlichem Engagement.“

Der angesparte Spendenfonds sei nicht als Ersatz für staatliche Angebote und Leistungen gedacht, sondern als sinnvolle Ergänzung und als Überbrückung, bis Entlastungen des Bundes wie die Gaspreisbremse, die im März 2023 kommen soll, wirksam werden. Eine private Initiative hatte jüngst ebenfalls angeregt, den Zuschuss der Regierung an die Tafel zu spenden.

Das Spendenkonto von #weitergeben: DE18 5001 0060 0000 7356 02.

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