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Jetzt wird gebaut: Im Europaviertel entsteht ein neuer Bildungsstandort.
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Jetzt wird gebaut: Im Europaviertel entsteht ein neuer Bildungsstandort.

Frankfurt

Frankfurt: Endlich Spatenstich

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Vor vier Jahren versprochen: Baustart für Grundschule, Kita und Sporthalle am Gleisfeldpark.

Die Erleichterung überwiegt am Mittwoch beim Spatenstich zum „neuen Bildungsstandort im Europaviertel“. Neben dem Gleisfeldpark, an der Ecke Maastrichter Ring/Pariser Straße graben sich am Nachmittag die Bagger in den Boden. Währenddessen verkündet Bau- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) den Baubeginn einer fünfzügigen Grundschule mit Mensa, der seit mehreren Jahren angekündigt war, und einer Kindertageseinrichtung für sechs Gruppen. Außerdem sind eine im Boden abgesenkte Zweifeldsporthalle sowie eine Hausmeisterwohnung geplant. Die Kosten belaufen sich laut Weber auf insgesamt rund 45 Millionen Euro. „Hier soll eine außergewöhnliche Lernlandschaft auf zwei Fußballfeldern entstehen“, sagt die Dezernentin. „Die Mehrzweckräume werden eine moderne Didaktik und Methodik möglich machen.“

Bislang sind die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Europaviertel in einem Provisorium aus Containern an der Stephensonstraße untergebracht. Dass der elfjährige Konstantin seine ersten vier Schuljahre dort verbringen würde, hätte der heutige Fünftklässler lange Zeit nicht geglaubt. Denn bereits vor vier Jahren, zur Einschulung des ersten Jahrgangs der Europa-Grundschule, war ihm und seinen Mitschüler:innen ein zügiger Grundschulneubau versprochen worden. „Ich hoffe für andere, dass die Schule bald umzieht“, sagt Konstantin zu den knapp 40 Anwesenden. „Bitte macht schnell und haltet euer Versprechen.“ Sein Vater, Axel Rosch, ehemaliger Vorstand des Fördervereins der Grundschule, sagt: „Es ist ein großer Schritt auf einem langen Weg.“ Ohne das Engagement der Eltern, die sich auch für Vergrößerung des Containerprovisoriums sowie des Schulhofs in der Stephensonstraße starkgemacht hätten, hätte es keine Fortschritte beim Schulbau gegeben. Die Zusammenarbeit sei aber „bei allen Kontroversen“ konstruktiv gewesen, fügt er hinzu.

Der Kinderbeauftragte des Viertels, Dirk Schneider, sagt: „Es wurde ziemlich vermasselt.“ Schneider zählt „20 bis 30 Ortsbeiratssitzungen“ auf, in denen er und die Eltern den Schulbau thematisiert hätten.

Für die Grundschule, die, wie Bau- und Bildungsdezernentin Weber betont, eine Intensivklasse sowie „Vorlaufkurse“ anbiete, sind laut Architekt Joachim Zürn 20 Klassenräume geplant, mit „mehrgeschossigen, offenen Atrien“ sowie „Fluchtbalkonen, um den Innenbereich vom Brandschutz zu entlasten“. Neben dem Gleisfeldpark solle sich „das frei ausgeformte Gebäude mit der Parklandschaft verknüpfen“. Für die stellvertretende Leiterin der Europa-Grundschule, Gabriele Heß, „klingt das wundervoll“. Die Konrektorin verweist darauf, dass die „Schülerzahlen weiter stark wachsen“ und es in der Stephensonstraße „sehr beengt“ zugehe. „Sportunterricht ist eine große Herausforderung“, sagt Heß. Der Baubeginn sei eine „große Motivation“.

In drei Jahren sollen die Gebäude fertig sein. Die ehemalige Elternbeirätin Elena Tekin bezweifelt das. Für ihre siebenjährige Tochter Tuana käme diese Fertigstellung ohnehin zu spät. „Ich finde es aber super, dass endlich gebaut wird“, sagt Tekin. Sie ergänzt: „Wir wohnen in der Nähe, und jetzt verschwindet endlich dieser Platz als Schandfleck.“

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