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Welche Verpflichtungen bringt das Grundgesetz mit sich? Mitglieder der Jungen Paulskirche resümieren ihre Debatten.
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Welche Verpflichtungen bringt das Grundgesetz mit sich? Mitglieder der Jungen Paulskirche resümieren ihre Debatten.

Frankfurt

Frankfurt: Endlich live in der Paulskirche

Abschlussveranstaltung für die erste Generation des Programms „Junge Paulskirche“ findet erstmals in persona statt.

Nach sechs Monaten Online-Debatten über die Bedeutung des Grundgesetzes im 21. Jahrhundert durfte sich die erste Generation der Jungen Paulskirche zum ersten Mal „Live und in Farbe“ treffen, um bei der Abschlussveranstaltung gemeinsam mit ihren Mentor:innen die Ergebnisse ihrer Diskussionen vorzustellen.

Die Junge Paulskirche ist ein neues Schülerforum zu Demokratie und Verfassung und wurde von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft lanciert. Es soll historisch und politisch interessierten Oberstufenschüler:innen die Möglichkeit geben, sich über die Inhalte ihrer Leistungskurse hinaus mit Themen der Demokratiebildung auseinanderzusetzen. Die Idee dafür kam vor zwei Jahren auf, im Anschluss an eine große Schülerveranstaltung zur Feier des 70. Bestehens des Grundgesetzes. Die Stiftung wollte darauf aufbauen und hat daraufhin gemeinsam mit dem Verein „die politiksprecher“ über mehrere Monate das Programm ausgetüftelt.

Immer vom Grundgesetz ausgehend wurden die Themen der sogenannten Paulskirchendebatten von dem aktuellen Tagesgeschehen vorgegeben. So entstanden Fragestellungen wie: Wie weit geht die Freiheit des Glaubens? Brauchen wir eine Leitkultur in Deutschland? Und inwieweit dürfen Grundrechte in der Pandemie eingeschränkt werden?

Den ersten Jahrgang der Jungen Paulskirche bilden 16 Oberstufen-Schüler:innen aus insgesamt elf Frankfurter Gymnasien. Gemeinsam mit Experten, wie etwa Karl Lauterbach (SPD) und Markus Blume (CSU), haben sich die Jugendlichen im Rahmen verschiedener Workshops im politischen Debattieren geübt.

Der Elftklässler Lasse Weigelt (17) von der Musterschule zeigt sich begeistert von dem Forum, obwohl er sich heute beim offiziellen Abschluss des Projekts zum ersten Mal mit den anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen „in echt“ austauschen konnte. „Klar, die Debatten wären nochmal deutlich schöner in Präsenz gewesen“, sagt er. Auf Zoom könne man aufgrund technischer Einschränkungen nicht so dynamisch diskutieren wie wenn man sich tatsächlich gegenüber sitze. Doch trotzdem habe er „unglaublich viel Spannendes“ über Demokratie, das Grundgesetz und die Verfassung gelernt.

Ihre Debatten, mitsamt Lösungsansätzen und Anliegen an die Politik, fassten die teilnehmenden Jugendlichen in einem „Memorandum“ zusammen, welches sie am Ende der Veranstaltung feierlich Manuel Lösel, dem Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, übergaben.

Anschließend folgte ein Podiumsgespräch mit der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Nicola Beer (FDP), und den Bundestagsabgeordneten Ulli Nissen (SPD), Bettina Wiemann (CDU) und Omid Nouripour (Die Grünen) zum Thema „Grundgesetz in einer sich wandelnden Gesellschaft“. (CLARA MEYER-HORN)

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