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Einstimmen auf die Fußball-EM 2024: Erste Konzepte in Frankfurt vorgestellt

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Von: Timur Tinç

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Durften die EM-Trophäe nur mit Samthandschuhen anfassen: Peter Feldmann und EM-Botschafterin Célia Šašic.
Durften die EM-Trophäe nur mit Samthandschuhen anfassen: Peter Feldmann und EM-Botschafterin Célia Šašic. © christoph boeckheler*

Frankfurt präsentiert einer Uefa-Delegation ihre Konzepte für die Fußball-Europameisterschaft. Eine Straßenbahn mit EM-Logo rollt ab sofort durch die Stadt.

Frankfurt – Vor fast genau 26 Jahren stand Jürgen Klinsmann auf dem Balkon des Frankfurter Römer und reckte den EM-Pokal in die Höhe. Eine begeisterte Menge von 30 000 Menschen jubelte dem Kapitän und seinen Teamkameraden der deutschen Fußballnationalmannschaft zu, die sich in England dank des Golden Goals von Oliver Bierhoff im Finale gegen Tschechien zum Europameister gekrönt hatten. In zwei Jahren will Deutschland diesen Titel nach langer Zeit wieder gewinnen – diesmal vor heimischem Publikum. Und Frankfurt ist einer von zehn Austragungsorten der EM 2024 mit voraussichtlich fünf Partien.

Der silberne Henri-Delaunay-Pokal hat am Dienstag schon den Weg in die Mainmetropole zurückgefunden. Mit Samthandschuhen wurde die Trophäe, wenn auch nur eine zum Verwechseln ähnliche Kopie, in den Eingangsbereich der Haupttribüne des Waldstadions gebracht. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und EM-Botschafterin Célia Šašic durften den Silberpokal anfassen – aber wie die Mitarbeitenden der Europäischen Fußballunion Uefa nur mit Handschuhen. „Das wird die erste große Sportveranstaltung nach Corona“, sagte Feldmann überschwänglich. Noch weiß zwar niemand, wann die Pandemie zu Ende sein wird, doch der OB ist optimistisch, dass bis dahin wieder so viel Normalität herrscht, dass die Menschen sich ohne Auflagen versammeln können.

Erste Konzepte der EM 2024 in Frankfurt vorgestellt

Frankfurt ist in dieser Woche die letzte Station der sogenannten Euro-Wochen. Eine 30-köpfige Delegation der Uefa sowie der Euro 2024 GmbH hat alle zehn Standorte bereist und sich einen Eindruck vom Stand der Vorbereitungen verschafft. Krankheitsbedingt nicht dabei war Turnierdirektor Philipp Lahm. „Es geht um Themen wie Nachhaltigkeit, Mobilität, Sicherheit und Fanzone. Jetzt präsentieren wir die ersten groben Konzepte und hoffen, dann gezielter weiterarbeiten zu können“, sagt Bettina Hantke, stellvertretende Leiterin der Stabsstelle EM 2024 im Sportamt.

Während es mit dem Fußballweltverband Fifa vor der WM 2006 in einigen Städten großen Ärger gegeben hatte, weil die Fifa alles von oben herab bestimmt haben sollte, läuft die Kooperation mit der Uefa laut den städtischen Verantwortlichen bislang unproblematisch. „Es ist sehr kooperativ, sehr fair und nicht distanziert“, sagte Feldmann. Es werde natürlich auch wieder Großbildleinwände in der Stadt geben. Wo genau, sei noch nicht klar. „Das Mainufer ist einer der Standorte, die sich eignen“, sagte Bettina Hantke.

EM 2024: Fußball soll zurück in die Mitte der Gesellschaft

Die Frankfurter Festhalle wird am 9. Oktober Schauplatz der Auslosung der EM-Qualifikation sein. Im Dezember beginnen während der WM in Katar die Umbauarbeiten im Stadion. Die Kapazität wird von 51 500 auf 60 000 erhöht. Um die Frankfurter Bevölkerung auf die EM 2024 einzustimmen, wird ab sofort eine blaue Straßenbahn mit dem EM-Logo auf allen Linien im Stadtgebiet eingesetzt.

„Wir wollen mit der EM den Fußball wieder in die Mitte der Gesellschaft rücken“, sagte Šašic. 2006 war sie als Fan im Stadion, 2011 spielte sie als Nationalstürmerin bei der Frauen-WM. 2024 soll ein genauso großes Fußballfest werden. Am liebsten wieder mit EM-Pokal. (Timur Tinç)

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