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Frankfurt: Einladung zum Forschen und Mitmachen

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Von: Steven Micksch

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Der 14-jährige Silas entdeckt, welche Pflanzen als Heilmittel dienen können.
Der 14-jährige Silas entdeckt, welche Pflanzen als Heilmittel dienen können. © Christoph Boeckheler

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft bietet am nördlichen Frankfurter Mainufer vielseitige Aktionen für Kinder und Erwachsene.

Die drei Mädchen knobeln am Bildschirm über die Frage welche Tiere ein Wolf am häufigsten fresse. Vier vorgegebene Antworten sollen in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Sind es Rehe oder doch die Nutztiere? Das Quiz über den Wolf und sein Image ist eine von mehr als 30 Stationen im Forschungsschiff MS Wissenschaft, das gerade in Frankfurt Halt macht.

Zwischen Holbeinsteg und Untermainbrücke ist das Motorschiff mit dem großen magentafarbenen Ballon, auf dem Frage- und Ausrufezeichen prangen, kaum zu übersehen. Betreten die Besucher:innen dann das Schiff und gehen die Stufen nach unten, erwartet sie ein riesiger Ausstellungsbereich. Links flimmern die zehn besten Fragen, die die Gäste gestellt haben, über einige Monitore (Platz eins: Warum ist die Banane krumm?). Rechts ist der Empfang, wo eventuell Carla Reinhardt die Ankommenden begrüßt.

Die junge Frau ist eine von vier sogenannten Lotsen, die den Besucher:innen Fragen zu den Exponaten beantworten oder bei allen anderen Dingen weiterhelfen. „In diesem Jahr steht die Ausstellung unter dem Thema ,Nachgefragt‘“, sagt Reinhardt. Es gehe darum zu verstehen, wie wissenschaftliche Fragen überhaupt entstehen und wie Wissenschaft funktioniere. Auf der andere Seite wolle man auch mehr in den Austausch mit der Gesellschaft treten. Deshalb laden viele Stationen die Besucher:innen dazu ein, selbst zu forschen oder m itzuhelfen. So kann man ein Päckchen mitnehmen und zu Hause eine Bodenprobe sammeln und diese dann einschicken. Oder man fängt eine Mücke, steckt sie ins Kühlfach und schickt sie ebenfalls ein, um so den Mückenatlas voranzubringen. Das Schlagwort „Citizen-Science“, also Wissenschaft von und mit den Bürger:innen, ist sehr präsent.

Ausstellung

Das Wissenschaftsschiff liegt noch bis einschließlich Freitag (16.9.) am nördlichen Mainufer zwischen Holbeinsteg und Untermainbrücke. Es ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Schulklassen können sich allerdings anmelden und bereits eine Stunde früher aufs Schiff. Zudem gibt es buchbare Workshops. Anmeldungen unter www.ms-wissenschaft.de/schulen

Die nächste Station ist ab 23. September Linz in Österreich. mic

Darüber hinaus sind die Themengebiete äußerst vielfältig. Mal geht es darum sein eigenes Solarmodul zu gestalten und dann zu schauen, ob es die beste Leistung erzielen würde. Oder man kann an einem Tablet mittels AR-Technologie ein Windrad direkt auf dem Tisch bauen. Oder man simuliert Klimaszenarien, indem man Sonneneinstrahlungen, Bodennutzung oder Vulkanausbrüche verändert. Aber auch Themen wie Eisschollen, Arzneipflanzenforschung oder Sprachwissenschaft gibt es zu entdecken.

Besucher Andreas Arnold ist am Dienstagvormittag an Bord und sagt: „Ich kenne das Schiff seit vielen Jahren.“ Der Mann aus dem bayrischen Miltenberg hat gerade Urlaub und ist extra nach Frankfurt gekommen, um die Ausstellung zu sehen. Er finde sie nicht schlecht und mit den diversen Angeboten auch mal anders als sonst. Aber bedauerlicherweise gebe es in diesem Jahr auch weniger Mitmachstationen,

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