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Anlässlich der Buchmesse projiziert die kanadische Filmbehörde Kurzfilme auf die Fassade der Evangelischen Akademie in Frankfurt.
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Anlässlich der Buchmesse projiziert die kanadische Filmbehörde Kurzfilme auf die Fassade der Evangelischen Akademie in Frankfurt.

Frankfurt

Frankfurt: Einblick in die kanadische Kultur

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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An der Fassade der Evangelischen Akademie sind seit Samstagabend drei Kurzfilme zu sehen.

Einige Menschen laufen einfach vorbei, ohne den Kopf zu heben, anderen blicken kurz auf die Fassade der Evangelischen Akademie am Römerberg. Einige wenige bleiben stehen und schauen sich die Projektion in den Abendstunden an. Seit Samstagabend flimmern drei Kurzfilme aus Kanada im Rahmen der Buchmesse über die Wand des Gebäudes im Zentrum Frankfurts. „Wenn Kanada auf die internationale Bühne tritt, schauen wir, wie wir unseren Beitrag leisten können, um unser Land zu positionieren“, sagt Cecilia Ramirez.

Fotoausstellung am Römer

Sie arbeitet als Direktorin Partnerschaften und Unternehmensentwickler bei der staatlichen Filmbehörde Kanadas (NFB). Derzeit ist die NFB mit einer Installation in Dubai vertreten, wird in der kommenden Woche bei der Expo in Brüssel sein und ist seit diesem Wochenende bis zum 24. Oktober in Frankfurt. „Wir wollen immer Sachen machen, die vorher noch nicht gemacht wurden“, sagt Ramirez. Deshalb sei die Wahl auf die Fassade der Evangelischen Akademie gefallen, die vorher noch nie für solch eine Installation benutzt wurde. Eine Folie von zehn Metern Höhe und 20 Metern Breite wurde eigens an die Außenfläche angebracht.

Zu sehen ist eine Animation des Künstlers Carey Newman, um an Kinder zu erinnern, die in ein System gesonderter Schulen für indigene Kinder gezwungen wurden. Ein weiterer Animationsfilm widmet sich dem Lebensweg von Autor Dany Laferrière. Die dazugehörige Fotoausstellung „Nomadenherz“ ist auf dem Römerberg zu sehen. „Der Film hat nichts mit der Fotoausstellung zu tun, aber wir wollten, dass unsere Projektion in der Nähe ist“, sagt Ramirez. Der dritte Film ist ein künstlerischer Zusammenschnitt aus Archivmaterial und den 8000 Filmen des NFB. „Wir haben uns dabei auf Jugend, Frauen, Umwelt und die Versöhnung mit dem indigenen Volk konzentriert“, berichtet Ramirez.

Die Filme sind allesamt ohne Ton zu sehen. Der Film von Newman sei ohnehin ohne Sound produziert worden, bei dem anderen sei es um die Abwägung gegangen, ob es Sinn ergebe, die Videos mit leisem Ton zu untermalen. Die Stadt Frankfurt sei sehr sensibel bei dem Thema, sagte Ramirez, zumal auch eine Kirche in unmittelbarer Nähe sei. Am liebsten würde sie auch drei der Laternen in unmittelbarer Nähe der Evangelischen Akademie ausknipsen lassen, um die Aufmerksamkeit noch mehr auf die Installation zu lenken. „Das ging aber leider nicht wegen der Sicherheit“, berichtet sie.

Sie hofft trotzdem, dass so viele Flanierende wie möglich kurz innehalten, um sich die Kurzfilme anzusehen. „Aus den ersten Reaktionen der Menschen kann man sehen, dass es hier noch nie so etwas gab.“ Sie sei sehr gespannt, wie es in den kommenden Tagen ankomme. Und bei wem das Interesse für Kanada geweckt worden sei, der könne einfach auf die Webseite der NFB gehen und aus 4000 frei verfügbaren Filmen einen Eindruck von dem nordamerikanischen Land erhalten.

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