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Frankfurt: Ein Tag für Anne Frank

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Von: Judith Köneke

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Sie war noch ein Teenager, als die Nazis die Frankfurterin ermordeten. Ihr Tagebuch wurde weiltweit bekannt. In diesem Jahr wäre Anne Frank 93 Jahre alt geworden.

Anne Frank wäre dieses Jahr 93 Jahre alt geworden, am 12. Juni 1929 wurde sie in Frankfurt geboren. Um an sie und die Botschaft ihres weltberühmten Tagebuchs zu erinnern, veranstaltet die Begegnungsstätte Anne Frank gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und zahlreichen Institutionen auch dieses Jahr den Anne-Frank-Tag. Am Sonntag und Montag, 12./13. Juni, gibt es Ausstellungen, Führungen, Talks, eine Schreibwerkstatt, Filmvorführung, einen Audiowalk und ein interaktives Zeitzeugen-Interview. „Was Anne über ihre Welt und Erlebnisse schrieb, aber auch über ihre Hoffnungen und Träume, prägt uns bis heute“, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD).

80 Jahre sei es her, dass Anne Frank ihr Tagebuch geschenkt bekam und ihren ersten Eintrag formulierte, sagt Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank. „Doch noch immer können junge Menschen sich mit ihrem Gerechtigkeitssinn identifizieren und setzen ihre Worte in Beziehung zu ihren eigenen Erfahrungen.“ Dazu passt der Audiowalk durch den Stadtteil Dornbusch, wo Anne ihre ersten Lebensjahre verbracht hat. Während des Erkundens bekannter und weniger bekannten Ecken wird den Beiträgen der Gewinner:innen des Storytelling-Wettbewerbs der Bildungsstätte gelauscht. Unter dem Motto „Das Private ist poetisch“ waren junge Menschen eingeladen, zweiminütige Audiobeiträge aufzunehmen. Am Sonntag wird eine Auswahl der besten Beiträge zu hören sein, die zu einem „Spaziergang“ verwoben wurden.

„Ich will nicht umsonst gelebt haben“, schrieb Anne Frank, kurz bevor sie deportiert wurde. Das ist diesmal das Motto der Veranstaltung. Vor 75 Jahren veröffentlichte Otto Frank das Tagebuch seiner Tochter und sorgte so dafür, dass sich ihr Wunsch erfüllte. Anne Franks Tagebucheintrag sei ein Auftrag an uns und alle nachfolgenden Generationen, betont Tina Zapf-Rodríguez, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Römer. Ein Auftrag, Haltung zu entwickeln, Stellung zu beziehen und Menschenfeindlichkeit eine klare Absage zu erteilen.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) und Alexander Roesler vom S. Fischer-Verlag nehmen das Jubiläum zum Anlass, um am Montag aus literaturwissenschaftlicher Perspektive über die Editions- und Rezeptionsgeschichte sowie die heutige Bedeutung des Tagebuchs zu sprechen.

Das Programm und Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter www.bs-anne-frank.de

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