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Läden mit diesem Aufkleber verkaufen Ware ohne Müll.
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Läden mit diesem Aufkleber verkaufen Ware ohne Müll.

Umweltschutz

Frankfurt: Ein Sticker gegen Verpackungsmüll

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Wo „Einmal ohne, bitte“ steht, lässt sich künftig ganz ohne Abfall einkaufen. Das soll helfen zu vermeiden, was im April in Frankfurt für Empörung sorgte.

Die Sache ist kein Hexenwerk. „Man kommt mit seiner Box an den Tresen, gibt sie ab und lässt hineinfüllen, was man möchte“, beschreibt Tamara Laudt. „Den Deckel behält man am besten gleich bei sich. Dann bekommt man die gefüllte Box zurück und macht sie zu. Ganz unkompliziert.“ Und vor allem: umweltfreundlich.

Der Vorgang, wie ihn Tamara Laudt vom Frankfurter Ernährungsrat beschreibt, soll bald in möglichst vielen Frankfurter Lebensmittelgeschäften völlig normal sein. „Einmal ohne, bitte“ heißt die Initiative, für die der Arbeitskreis Zero Waste (deutsch: null Abfall) des Ernährungsrats seit Jahresbeginn wirbt. Es geht darum, die Verpackungsflut in den Läden sichtbar zu machen – und zu beenden.

Wozu dieses Übermaß an Verpackungsabfall führt, war jüngst beim „Frankfurt Cleanup“ zu sehen, dem Aufräum-Wochenende im April. Mehr als neun Tonnen Müll sammelten die Freiwilligen ein. Deutliches Zeichen mangelnder Rücksicht und „kein Kavaliersdelikt“, bescheinigte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Ein großer Anteil an Verpackungsmüll entsteht in diesen Corona-Zeiten durch Außer-Haus-Essen; in den Gaststätten zu sitzen, ist ja derzeit nicht erlaubt.

Die Lösung liegt auf der Hand: Wo immer es geht, sollte man auf Verpackungen verzichten und stattdessen mitgebrachte Taschen, Dosen und Glasbehälter nutzen. Genau darauf setzt die in München gegründete Initiative „Einmal ohne, bitte“, die der Ernährungsrat nun nach Frankfurt holt. Wo der entsprechende Sticker klebt, können Kundinnen und Kunden ihre Backwaren, Käse, Wurst, andere Lebensmittel sowie warmes Mittag- oder Abendessen unverpackt erwerben. Der Aufkleber soll Geschäfte, Stände, Supermärkte und Take-Away-Restaurants kennzeichnen, die diese Möglichkeit bieten. Die Teilnahme ist für die Einrichtungen kostenlos.

„Das verpackungsfreie Einkaufen kann so aus einer Nische geholt werden, damit es zur Normalität wird“, sagt Myriel Frische vom Arbeitskreis Zero Waste, eine der Botschafter:innen für das neue Label in Frankfurt. Schirmherrin ist Rosemarie Heilig.

Und die Hygiene in Sachen Pandemie? „Die entsprechenden Richtlinien galten schon vor Corona“, sagt Tamara Laudt. „Die mitgebrachten Behälter kommen nicht in Berührung mit Gegenständen hinter der Theke.“

Gut 40 Frankfurter Läden und Lokale machen bisher mit. Wer ein Geschäft führt und dabei sein will, kann sich unter dieser Adresse per E-Mail melden: frankfurt@einmalohnebitte.de

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