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Frankfurt: Ein Kochabend für die Ukraine in der Bergiusschule

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Von: Timur Tinç

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Freuen sich auf Cook for Ukraine (v.l.): Frank Krause, Viktoriia und Markus Wolf. Christoph Boeckheler
Freuen sich auf Cook for Ukraine (v.l.): Frank Krause, Viktoriia und Markus Wolf. Christoph Boeckheler © Christoph Boeckheler

100 Menschen können sich zum Charity-Dinner „Cook for Ukraine“ in der Frankfurter Schule für Ernährung und Hauswirtschaft anmelden. Das Geld wird an den Hilfsfonds für die Ukraine von UN Women Deutschland gespendet.

Wohltätigkeitsessen laufen meistens so ab: Leute kommen in einen schönen Saal, essen gut und spenden dann vor Ort das Geld für einen guten Zweck. Das Charity-Dinner „Cook for Ukraine“ der Bergiusschule wird etwas anders ablaufen. „Es wird ein kulinarischer Rundgang“, beschreibt es Frank Krause, stellvertretender Schulleiter der Beruflichen Schule für Ernährung und Hauswirtschaft am Frankfurter Mainufer.

An sieben Stationen im ganzen Schulgebäude wird es am 6. Oktober ab 18 Uhr verschiedene Gerichte und dazu passende Weine geben. 100 Menschen können daran teilnehmen und müssen sich auf der Internetseite der Schule anmelden. Im Vorfeld müssen 111 Euro überwiesen werden. 100 Euro gehen an den Hilfsfonds für die Ukraine von UN Women Deutschland. 11 Euro sind für die Materialkosten.

Verantwortlich für die Organisation sind die Schülerinnen und Schüler, die das Essen mit sieben Spitzenköchen aus Frankfurt zubereiten werden. „Erstens wir helfen damit den Menschen in der Ukraine direkt vor Ort. Und zweitens hilft es uns, uns in unserer Ausbildung zu verbessern“, sagt Viktoriia, die selbst in der Ukraine geboren ist. Die 25-Jährige macht eine Ausbildung zur Hotelfachfrau mit der Zusatzqualifikation Hotelmanagement. Für sie besteht die Möglichkeit, zu den Speisen, die passenden Weine zu finden, was am Ende der Ausbildung auch geprüft wird.

„Als der Krieg ausgebrochen ist, waren wir alle schockiert“, sagt Riccarda Sailer-Burckhardt, Abteilungsleiterin Gastgewerbe. Sie habe überlegt, was man tun könne. Daraufhin habe sich ein kleines Team in der Schule gebildet und da sei die Idee des Charity-Events geboren worden. Drei Viertel des Essensprogramm steht, wobei noch nicht verraten werden soll, was es alles gibt. Wareniki, die ukrainischen Teigtaschen, werden aber in jedem Fall als Nachtisch serviert. „Entweder mit Erdbeeren oder Kirschen“, sagt Viktoriia. Das restliche Menu wird nach und nach bekannt gegeben.

„Wir haben einige Gastköche gewinnen können, die uns unterstützen“, berichtet Sailer-Burckhardt. Die Kochschüler:innen müssen sich mit ihnen besprechen und die Warenanforderungen schreiben. „Wir haben nur Klassen im dritten Ausbildungsjahr angefragt, weil es eine gewisse Erfahrung und Know-how braucht“, ergänzt Krause. Die Ausbildung erfolgt in sogenannten Blockeinheiten. Eine Woche ist Schule, zwei Wochen arbeiten die Schülerinnen und Schüler in ihrem Ausbildungsbetrieb. „Die stellen sie an dem Tag frei, an dem sie hätten arbeiten müssen“, freut sich Krause.

Ebenfalls dankbar ist die Schule für die Unterstützung der Stadt, die sie in allen Fragen beraten hat. Schließlich bedeutet es auch Kosten für eine Sonderreinigung und Überstunden für den Schulhausverwalter. Die Schule hat auch einige Sachspenden von verschiedenen Firmen erhalten: Blumen für die Dekoration, Weine verschiedener Güter, Bier einer großen Brauerei. „Ohne die könnten wir es gar nicht so umsetzen“, sagt Krause.

Zum Rahmenprogramm gehört eine Kunstausstellung. Eine Gastrednerin ist vor Ort, ein Poetry-Slammer. Und in der Aula wird zum Abschluss des Rundgangs ein Pianist auf dem frisch gestimmten Klavier spielen. Das gehört auch zu fast jedem Wohltätigkeitsessen einfach dazu.

Anmeldungen zu dem Charity Dinner „Cook for Ukraine“ in der Bergiusschule, Frankensteiner Platz 1 am Donnerstag, 6. Oktober sind möglich via Internet unter: www.bergiusschule.de

Anmeldungen zu dem Charity Dinner „Cook for Ukraine“ in der Bergiusschule, Frankensteiner Platz 1 am 6. Oktober sind möglich auf der Webseite der Schule unter: www.bergiusschule.de

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