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Frankfurt: Ein Gymnasium für Trude Simonsohn

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Von: Georg Leppert

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Trude Simonsohn starb am 6. Januar.
Trude Simonsohn starb am 6. Januar. © FRFOTO

Der Stadtschüler:innenrat will das neue Gymnasium Süd nach der Holocaust-Überlebenden benennen. Aus dem Bildungsdezernat gibt es Unterstützung.

Das Gymnasium Süd, das im Sommer in Sachsenhausen eröffnet, soll nach der kürzlich verstorbenen Zeitzeugin und Holocaust-Überlebenden Trude Simonsohn benannt werden. Das fordert der Frankfurter Stadtschüler:innenrat.

„Trude Simonsohn und ihr Wirken dürfen vor allem bei der jungen Generation nicht in Vergessenheit geraten“, sagte Stadtschulsprecher Hannes Kaulfersch über die Ehrenbürgerin. Simonsohn, die am 6. Januar im Alter von 100 Jahren gestorben war, habe „zahllose Gespräche“ mit jungen Leuten geführt.

Jetta Lüdecke, Referentin von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD), nannte die Idee im Gespräch mit der FR „wunderbar“. Über den Namen entscheide aber nicht die Dezernentin. Die Schule selbst mache einen Vorschlag und bringe diesen über den Ortsbeirat in den Magistrat ein, wo er in aller Regel angenommen werde. Dass bald eine Schule nach Simonsohn benannt werden solle, sei aber sehr erstrebenswert, so Lüdecke, zumal ohnehin mehr Frauen auf diese Weise gewürdigt werden sollten.

Das Gymnasium Süd wird nach den Sommerferien in der ehemaligen Wallschule am Schweizer Platz eröffnen. Nach zwei Jahren soll es ins frühere Gebäude des Stadtschulamtes an der Seehofstraße ziehen.

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