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Auf der Kioskwand vom Nox strahlt Frankfurt in vielen Farben.
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Auf der Kioskwand vom Nox strahlt Frankfurt in vielen Farben.

Frankfurt

Frankfurt: Ein Graffito für das Wasserhäuschen Nox

Der Künstler Marcus Dörr hat der Trinkhalle einen neuen Look verpasst.

In Sachsenhausen leuchtet die Alte Oper jetzt himmelblau, die Bankentürme gelb, und der Römer orange. Jedenfalls, wenn man gerade in der Holbeinstraße vor dem Wasserhäuschen Nox steht. Der Offenbacher Künstler Marcus Dörr hat nämlich der zuvor eher unscheinbaren Trinkhalle einen kunterbunten neuen Anstrich verpasst. Insgesamt zwei Tage hantierte er mit seinen Spraydosen an der Kioskwand herum, bis er sein Werk vollendete.

Das fertige Motiv zeigt neben der Skyline alles, wofür die Stadt sonst noch bekannt ist. Ein Flugzeug am Himmel in Anspielung auf den berühmten Flughafen, ein großes Römer Pils, der stolze Eintracht-Adler, sowie die Schriftzüge „Sexyhausen“ und „I (heart) FFM“.

Ursprünglich war es geplant, das Graffito in gedeckten rot-weiß Tönen auszuführen, abgestimmt auf den Rest der Kioskfassade. Doch letztlich wurde es „so bunt wie Frankfurt auch“, sagt Marcus Dörr.

Das Endergebnis scheint bei den Stammkundinnen und -kunden und in der Nachbarschaft gut anzukommen — ein älteres Paar sei sogar so begeistert gewesen, dass es gefragt habe, ob die andere Seite auch noch besprüht werden könne.

Auch Nox-Inhaberin Rebecca Fohl ist glücklich mit dem neuen Look ihres Kiosks. „Ich denke, es hat die Leute einfach gefreut, mal wieder was schönes Buntes in ihrer Umgebung zu sehen, ein kleiner Szenenwechsel sozusagen,“ sagt sie. „Dieses und letztes Jahr waren schließlich ein Trauerspiel mit Corona.“ Sie findet, dass die lauten Farben besonders gut zu Sachsenhausen passen: „Fürs Westend wäre es bestimmt zu grell, aber hier sieht es gut aus.“

In seinem Element: Marcus Dörr gibt der Binding-Flasche den letzten Schliff.

Marcus Dörr ist schon lange im Graffiti-Geschäft. Seine Firma, Artmos4, gründete er vor über 20 Jahren in Offenbach. Seitdem hat er deutschlandweit alles Mögliche besprüht, von Büros über Kläranlagen bis hin zu Riesenrutschen und Autos. Letztes Jahr hat er auf einer Messe in Berlin sogar David Beckham das Sprühen beigebracht.

Fast das ganze Frankfurt Motiv wurde von Marcus Dörr freihand gesprüht. Nur das Herzstück, das Logo der Binding Brauerei, die das Graffito in Auftrag gegeben hat, wurde mithilfe einer Schablone kreiert.

Bis vor kurzem war das Nox- Getränke-Sortiment an die Binding Brauerei gekoppelt, doch dann kündigte die Stadt Frankfurt der Radeberg-Gruppe, zu der Binding gehört, alle Kiosk-Pachtverträge, und kaufte alle Frankfurter Wasserhäuschen zurück. „Es kann schon sein,“ sagt Nox-Inhaberin Rebecca Fohl, „dass Binding einen Rückgang der Verkaufsmengen fürchtet“. Dabei gebe es eigentlich nichts zu fürchten: „Das Römer Pils ist schon immer unser beliebtestes und meistverkauftes Bier gewesen. Es steht einfach für Frankfurt.“

Das Wasserhäuschen Nox hat trotz Corona weiterhin offen. Direkt vor oder neben dem Häuschen darf sich allerdings niemand aufhalten, also muss das neue Kunstwerk von weitem oder im Vorbeigehen bewundert werden. (Clara Meyer-Horn)

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