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Eindeutig der Vogel Turlipan, den Luis, Ava, Maha und Marlie (von links) da haben.
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Eindeutig der Vogel Turlipan, den Luis, Ava, Maha und Marlie (von links) da haben.

Kinder und Filme

Frankfurt: Ein Filmspielplatz für Kinder

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Das Filmmuseum und die Deutsche Kinemathek in Frankfurt haben ein neues Online-Angebot gestartet. Alle dürfen mitmachen und die tollsten Tricks lernen.

Den ganzen Tag regnet es draußen auf dem Spielplatz! Und drinnen muss man überall Masken tragen! Wenn man überhaupt rein darf! Es ist nicht leicht, ein Kind zu sein, wenn Herbst ist und vor allem Corona. Das hat man sich in zwei großen Filmbetrieben jetzt lange genug angeschaut und einfach einen neuen Filmspielplatz eröffnet, auf den wirklich alle jederzeit gehen können: den Filmspielplatz.

In der FR haben einige Kinder aus der Oberräder Kita Grüne Soße im September schon mal geschildert, wie das funktioniert. Da schauten sie den Film „Die Suche nach dem Vogel Turlipan“ von 1977 und drehten anschließend ihren eigenen Film über die Vogelsuche. Was gar nicht so einfach war, denn: „Der Vogel Turlipan kommt in dem Film nicht vor“ , berichtete Luis. Aber: „Den Vogel konnten wir uns ausdenken“ , erklärte Ava. Also: „Wir sollten den Film gucken und kreativ werden“ , erzählte Maha.

Besser kann man es gar nicht beschreiben. „Es ist ein Projekt, das neue Wege geht“, sagt Ellen Harrington, die Direktorin des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums (DFF) in Frankfurt. In Zeiten der Pandemie sei es notwendig, gerade den Kleinsten ein Angebot zu machen – um wenigstens digital in Kontakt zu bleiben. „Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zu Kino und Bildungsangeboten.“

Rainer Rother, Harringtons Kollege an der Deutschen Kinemathek in Berlin, freut sich, weil das gemeinsame Projekt Filmspielplatz den Kindern selbstständiges Experimentieren mit Filmen ermögliche, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

Was Film alles sein kann

Unter filmspielplatz.de im Internet finden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem zehn Kurzfilme, die den Kindern Anregungen liefern. „Sorgfältig ausgewählte Kurzfilme, neue und alte“, sagt Christine Kopf, Leiterin der DFF-Filmbildung. „Sie sollen zeigen, was Film alles sein kann.“ Und dann zum Mitmachen animieren.

Gemeint sind buchstäblich alle. Das Angebot ist mit Gebärdensprache, Untertiteln und Audiobeschreibung versehen und wird bald in vier Sprachen vorliegen, erläutert Projektleiter Niels Deimel: Außer Deutsch sind das Türkisch, Polnisch und Arabisch. Bei der Gestaltung und technischen Umsetzung halfen die Agentur von Zubinski (Frankfurt) und Media Machine (Mainz).

Zielgruppe sind alle ab drei Jahren – und sie dürfen auch allein auf den Filmspielplatz, sagt Jurek Sehrt von der Deutschen Kinemathek. Die Internetseite erkläre sich im Prinzip selbst. In kurzen Filmen zeigen dort Profis, wie es funktioniert. Sogar die tollsten Tricks gibt es da zu lernen. Man kann einen Mann mit dem Zeigefinger von seiner Sitzbank runterschieben. Das gibt es nur beim Film.

Weitere Angebote, auch zur Fortbildung, richten sich an Betreuer:innen und Lehrpersonal an Kitas und Grundschulen. Das Ganze auch mit der gebotenen Vorsicht in Präsenz. „Wir wollen die Kolleg:innen noch vor Weihnachten zum Glühwein einladen, um den Filmspielplatz zu entdecken“, sagt Christine Kopf. Und dann will das DFF hoffentlich irgendwann auch wieder die Kinder so unbefangen wie früher im Filmmuseum begrüßen. Kopf: „Das Schlimmste im Lockdown war, als Museum und Kino geschlossen waren und wir keinen Kontakt mehr zu unserem Publikum hatten.“

www.filmspielplatz.de

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