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„Es ist mir wirklich nicht leichtgefallen, diese Entscheidung zu treffen“, sagte der SPD-Politiker Mike Josef. (Archivbild)
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„Es ist mir wirklich nicht leichtgefallen, diese Entscheidung zu treffen“, sagte der SPD-Politiker Mike Josef. (Archivbild)

Frankfurt

Frankfurt: Ehrung per Video

  • VonKatja Sturm
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Sportdezernent Mike Josef stellt Sportler und Sportlerinnen des Jahres in sieben Kategorien vor.

Auf die Aufgabe, erstmals die Sportlerinnen und Sportler des Jahres in der eigenen Stadt ehren zu dürfen, hatte Mike Josef sich schon gefreut. Die dafür vorgesehene Gala in den Mainarcaden stellt eine gute Gelegenheit dar, sich in festlichem Rahmen besser kennenzulernen und Netze weiter zu spannen. Doch kurz vor dem Termin am 20. November wurde die Veranstaltung wegen der wieder steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. Statt vor Hunderten von Gästen verkündete der erst seit diesem Jahr auch als Sportdezernent amtierende Stadtrat eine Woche später per Video die Namen derjenigen, auf die in den sieben Kategorien die Wahl gefallen war.

„Es ist mir wirklich nicht leichtgefallen, diese Entscheidung zu treffen“, sagte der SPD-Politiker. Doch die Verantwortung „für unser aller Gesundheit“ und die Hoffnung, dass dank solchen Verzichts „Sport und Bewegung draußen möglich bleiben“, hätten dafür gesprochen. Die Präsentation der Vorbilder solle auch als Wertschätzung für all jene gedeutet werden, die sich ehrenamtlich im Leistungs- und Breitensport engagierten.

Im Jahr der pandemiebedingt von 2020 auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele von Tokio spielten diese bei der Kür von Frankfurts besten Athleten eine größere Rolle. So durfte sich Schwimmerin Sarah Köhler von der SG Frankfurt zum zweiten Mal nach 2018 über den Titel bei den Frauen freuen. Die 27-Jährige hatte im Aquatics Centre von Tokio das erste olympische Edelmetall für die deutschen Beckenspezialist:innen seit den Spielen 2008 in Peking aus dem Wasser gefischt. Die Bronzemedaille der seit drei Jahren in Magdeburg lebenden Wassersportlerin über 1500 Meter Freistil zog viel Aufmerksamkeit auf sich.

Ihr Debüt auf dieser Weltbühne feierten die Karateka. Ein kurzes Aufblitzen nur, denn bei den Spielen 2024 in Paris sind die Kampfkünstler:innen wieder aus dem olympischen Programm gestrichen. Efthimios Karamitsos, der als Bundestrainer am Frankfurter Stützpunkt auch für die Olympiasiebte Jasmin Jüttner zuständig ist, wurde als Trainer des Jahres bestimmt. Bei den Paralympics war Rollstuhlbasketballer Nico Dreimüller von den Frankfurter Skywheelers dabei und verdiente sich als Sechster und durch weitere Erfolge den Titel als Parasportler des Jahres.

Auch Eintracht-Zehnkämpfer Andreas Bechmann hätte es gerne nach Asien geschafft. Doch der neue Sportler des Jahres hatte von den Halleneuropameisterschaften in Polen, wo er im März im Siebenkampf den sechsten Platz belegte, eine Covid-19-Infektion mit starken Symptomen mitgebracht. Obwohl das den 22-Jährigen weit zurückwarf, arbeitete er die Freiluftsaison über so erfolgreich an seiner Form, dass er die Saison mit EM-Gold in der U23 und neuer Bestleistung von 8142 Punkten beendete. Neben seiner zeitintensiven Leidenschaft fürs Laufen, Springen und Werfen betreibt der Allrounder ein Start-up-Unternehmen, in dem es um die Vorhersage von Wasserrohrbrüchen geht.

Jury entscheidet

Bei den Mannschaften triumphierten die Footballer von Frankfurt Galaxy, die in der ersten Saison der neuen European League of Football das Finale gegen die Hamburg Sea Devils in Düsseldorf gewonnen hatten. Headcoach Thomas Kösling und seine Spieler ließen unter anderem den nationalen Volleyballpokalsieger United Volleys hinter sich. Kurios an der Geschichte ist, dass dessen Geschäftsführer Alexander Korosek die Galaxy im Herbst 2020 gegründet hatte, bei dieser aber mittlerweile ausgeschieden ist, um sich auf den Netzsport zu konzentrieren.

Bei der Suche der Sportlerin, des Sportlers und der Mannschaft des Jahres kommt es auch darauf an, welcher Verein wie viele Fans motivieren kann. In diesen drei Bereichen kann jeder und jede im Internet eine Stimme abgeben. 10 000 kamen zusammen.

Anders sieht das in den übrigen vier Kategorien aus, wo allein die Meinung einer Jury den Ausschlag gibt. Diese ließ sich beim Nachwuchs von Tischtennisspielerin Josephina Neumann vom TSV Langstadt beeindrucken, die mit ihren zwölf Jahren schon Teameuropameisterin der U15 ist, und von Hockeyspieler Hugo von Montgelas (SC 1880 Frankfurt), der den kontinentalen Titel in der U19 innehat.

Anders als bei mancher Auflage zuvor fiel auf, dass in jeder Sparte eine andere Sportart zum Zuge kam. Diese Vielfalt würden sich viele Vereinsvertreter öfter wünschen, wenn es in der Stadt des Fußballbundesligisten Eintracht Frankfurt um den Sport und seine Förderung geht. Einige hätten das Mike Josef bei der Gala gerne ins Ohr geflüstert.

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