Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der „Eden Tower“ im Europaviertel in Frankfurt. Foto: Peter Jülich
+
Der „Eden Tower“ im Europaviertel in Frankfurt.

Skyline

Frankfurt: „Eden Tower“ mit vertikaler Begrünung ist bald fertig

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
    schließen

Im Frankfurter Europaviertel wird der „Eden Tower“ fertig, ein 98 Meter hoher begrünter Wohnturm. Die Preise beginnen bei 10 000 Euro pro Quadratmeter.

Gegenüber vom Grand Tower am Güterplatz in Frankfurt wird der nächste Luxuswohnturm fertig. Der „Eden Tower“, benannt nach dem Garten Eden, in dem Adam und Eva bis zum Sündenfalls exklusiv wohnten, ist 98 Meter hoch und hat 28 Stockwerke. Die Preise fangen bei 10 000 Euro pro Quadratmeter an, wie Dietmar Müller von der Deutsche Agentur für Kommunikation sagte, der die Medienarbeit für den Projektentwickler Immobel koordiniert. Von Stockwerk zu Stockwerk steigerten sich die Preise. Ein Penthouse mit 200 Quadratmetern habe für drei Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Das entspricht 15 000 Euro pro Quadratmeter.

Sozialwohnungen sind in dem Wohnturm nicht vorgesehen, weil dem Areal ein alter Bebauungsplan zugrunde liegt. Mittlerweile schreibt die Stadt Investoren bei Neubauprojekten über den Baulandbeschluss 30 Prozent Sozialwohnungen sowie 15 Prozent genossenschaftliches Wohnen und zehn Prozent preisreduzierte Eigentumswohnungen vor. Der Eden Turm ist eingerahmt von den 259 Mietwohnungen der ABG, die sie zur Mainzer Landstraße hin baut, als Blockrandbebauung im Passivhausstandard mit Supermarkt und Kita.

Das Besondere am Eden Tower sind nicht die Preise. Da ist der Grand Tower, der höchste Luxuswohnturm Deutschlands, Spitze. Das Besondere ist die vertikale Begrünung, die manche an den Bosco Verticale in Mailand erinnert. Anders als dort wachsen aber keine Bäume auf den Balkonen, sondern Gartenpflanzen. Bergenien, kriechende Günsel, japanische Seggen sitzen in Paketen mit sechs Zentimeter dicker Mineralwolle, die in ein Stahlgerüst eingefügt sind. Die Pflanzen werden von oben bewässert. Die Eigentümerinnen und Eigentümer müssen sich um nichts kümmern. Eine Firma überwacht per App, ob die Pflanzen ausreichend Wasser bekommen und kümmert sich um den Schnitt.

Die Pflanzen seien immergrün und hielten Wind und Wetter auf den unterschiedlichen Stockwerken gut aus, erklärte Christiaan Bakker von Semper Green. Das Unternehmen kümmert sich um die 200 000 Pflanzen, die an der Fassade sprießen sollen. Ähnlich wie im Grand Tower und im Maintor-Areal werden im Eden Tower die meisten Wohnungen abends nicht beleuchtet sein. Die Käuferinnen und Käufer seien international und stammten etwa aus dem arabischsprachigen Raum, Israel, Großbritannien, Italien, so Müller.

60 Prozent der Wohnungen seien bereits verkauft, 15 Prozent reserviert. Bis Jahresende sollen die Wohnungen eingerichtet sein. Die ersten werden wohl im Frühjahr nächsten Jahres einziehen. Müller erwartet, dass etwa die Hälfte der Wohnungen von den Eigentümerinnen vermietet, die andere Hälfte selbst bewohnt beziehungsweise als Wertanlage gehalten wird.

Aus Sicht von Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU), der zum Termin in den 26. Stock des Gebäudes mitgekommen ist, „passt der Eden Tower zu Frankfurt“. Frank lobt die Wohnqualität und das moderne Design. „Das ist, im doppelten Sinne, Wohnen auf allerhöchsten Niveau.“

Für den Frankfurter Mietspiegel, den die Stadt derzeit aktualisiert, ist der Wohnturm relevant. Im Mietspiegel wird die ortsübliche Miete als Vergleichsmiete zugrunde gelegt. Wenn sie in einem Wohnturm 30 bis 40 Euro pro Quadratmeter beträgt, wirkt sich das auf die Mieten aus, die die Menschen nebenan, etwa im Neubau der ABG, zahlen müssen.

Frankfurt ist für Mieterinnen und Mieter schon jetzt die zweitteuerste Stadt in Deutschland - nach München.

Die Pflanzen kommen vertikal an das Hochhaus „Eden Tower“ am Güterplatz. Peter Jülich

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare