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Sara Steinhardt sitzt für die CDU im Römer. Foto: Peter Jülich
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Sara Steinhardt sitzt für die CDU im Römer.

Serie zu jungen Stadtverordneten

Frankfurt: Druck auf die Bildungsdezernentin

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Sara Steinhardt (CDU) sieht in Frankfurt Mängel bei Luftfiltern in Schulen und beim Sportunterricht.

Draußen laufen nachmittags zahlreiche Menschen über den Weihnachtsmarkt. Im Café bestellt Sara Steinhardt schwarzen Tee mit Milch. In einer Stunde muss sie zum Arbeitskreis Bildung der CDU-Fraktion. Den leitet die 35-jährige Stadtverordnete und bildungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion – ein letztes Mal in Präsenz, bevor pandemiebedingt wieder die virtuellen Treffen beginnen. „Wobei wir in der Fraktion alle geimpft sind“, sagt sie.

Zuletzt waren Vertreterinnen und Vertreter des Stadtschüler:innenrats zu Gast im Arbeitskreis Bildung. Und prompt fragte der CDU-Fraktionsvorsitzende Nils Kößler im Ältestenausschuss, wann der Stadtschüler:innenrat endlich Rederecht in der Stadtverordnetenversammlung erhalte. Wenn die neue Geschäftsordnung beschlossen sei, hieß es.

Seit Sara Steinhardt im Frühjahr in die Stadtverordnetenversammlung gewählt wurde, hat sich viel verändert. Die CDU rückte von der Regierungsbank in die Opposition. Sara Steinhardt bekam einen dritten Ausschuss hinzu: Bildung, Diversität sowie Personal, Sicherheit und Digitalisierung. Das bedeutet drei Ausschusssitzungen im Monat. Hinzu kommt der Ortsbeirat 1, in dem sie Fraktionsvorsitzende ist. Und die Stadtverordnetenversammlung, die selten kürzer als acht Stunden tagt.

„Wirklich familienfreundlich ist das nicht“, sagt sie. Wobei ihr Mann dann auf die beiden Kinder aufpasse. „Ich wäre schon froh, wenn das Protokoll, das dem Oberbürgermeister untersteht, mittwochnachmittags keine Termine veranstalten würde, weil dann alle Fraktionen ihre Sitzungen haben.“

Die Serie

Mehr als die Hälfte der Frankfurter Stadtverordneten ist neu im Parlament. Was trieb sie in die Politik, was wollen sie dort erreichen? Wie gut gelingt ihnen das? Die Frankfurter Rundschau begleitet sechs der Neulinge seit April und wird weiter regelmäßig über sie berichten. Vorgestellt wird die Arbeit der Stadtverordneten Simon Witsch (SPD), Daniela Mehler-Würzbach (Linke), Martin Huber (Volt), Sara Steinhardt (CDU), Mirrianne Mahn (Grüne) und Nathaniel Ritter (FDP). FR

Mehr Infos zu Kitaplätzen

Auf politische Arbeit verzichten will Sara Steinhardt nicht. Sie ist schon seit ihrer Schulzeit in der Jungen Union aktiv, im Studium im RCDS. Als Lehrerin der Schule am Mainbogen in Fechenheim habe sie ihren Einfluss schon genutzt – und per parlamentarischem Antrag nachgefragt, wann die Mensa nach einem Wasserschaden endlich wieder hergestellt sei. „Nach Rücksprache mit der Rektorin“, sagt sie. Der Magistrat antwortete, die Sanierung sei aufwendiger als gedacht. Ein Caterer biete eine Übergangsverpflegung an.

Dann ist da noch das Endlosthema, die Luftfilter in Schulen. „Mein Steckenpferd“, sagt sie leicht gequält. Zum Ende der Herbstferien sollten die Luftfilter da sein. Doch die Ausschreibung verzögerte sich. Noch sind keine installiert. Teilweise mieteten Eltern selbst Luftfilter für die Klassenräume an. „Ich habe der zuständigen SPD-Bildungsdezernentin Sylvia Weber schon im Sommer gesagt, dass wir Luftfilter in Schulen brauchen“, sagt sie. „Wieso hat sie sich so viel Zeit gelassen?“

Von Weber wünscht sie sich auch eine bessere Informationspolitik zu den Kitaplätzen. Eltern, die einen Platz für ihr Kind suchten, könnten sich zwar darum bewerben, bekämen aber keine Informationen, was aus der Bewerbung geworden sei.

Viel zu teuer sei der Sportunterricht für die Kinder aus der Grundschule im Europaviertel, moniert sie. Die Schülerinnen und Schüler würden mit dem Bus zum Sportunterricht in den Saalbau Nied gefahren, wo eine Sportstunde 400 Euro koste. In einer Turnhalle koste eine Stunde Sport bedeutend weniger. Die Bildungsdezernentin wäre besser beraten, den Sportunterricht in Turnhallen stattfinden zu lassen, sagt sie. Draußen füllt sich der Weihnachtsmarkt. Sara Steinhardt bricht zum Arbeitskreis Bildung auf.

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