Die neue Achse soll den Grüneburgpark mit Freiflächen in Ginnheim und dem Dornbusch verbinden.

„Grünes Ypsilon“

Dornbusch, Westend und Ginnheim sollen durch Grünflächen verbunden werden

Die Frankfurter Stadtteile Dornbusch, Westend und Ginnheim sollen durch Grünflächen miteinander verbunden werden. 

Frankfurt - Die Planungen für das Projekt „Grünes Ypsilon“ nehmen Gestalt an. Seit 2017 arbeitet eine Lenkungsgruppe aus Verwaltungsvertretern, Politikern und Mitarbeitern der ABG-Wohnungsgesellschaft am sogenannten Integrierte städtebaulichen Entwicklungskonzept, kurz ISEK. Dieses dient später als Grundlage für die Umsetzung des Projekts, das aus der Vogelperspektive vage an ein „Y“ erinnert. Noch im Juni soll der fertige Erstentwurf der Öffentlichkeit vorgestellt werden, wie Vertreter des Grünflächenamts am Donnerstagabend in der Sitzung des Ortsbeirats 9 mitteilten.

Insgesamt 24 Einzelprojekte seien derzeit für die drei Stadtteile Westend, Ginnheim und Dornbusch in Planung, sagte Grünplanerin Elke Heidelbach. Priorität habe dabei die Verbindung von Grünflächen sowie Fuß- und Radwegen. Für eine Querung auf der Eschersheimer Landstraße, die den Sinai-Park mit der Klimsch-Anlage verbinden soll sowie eine Rad- und Fußwegeverbindung zwischen Platen- und Wilhelm-Epstein-Straße seien Mittel bereits genehmigt worden.

Umsetzung ab Januar

Mit dem Finanzierungsbescheid für einen Bewegungspark rechne man im Herbst, so Heidelbach. Die Anlage soll Sport- und Begegnungsstätte zugleich sein. „Menschen aller Generationen und Kulturen sollen diesen Ort im Freien gemeinsam nutzen können“, sagt Rachid Rawas (SPD), der den Ortsbeirat in der Lenkungsgruppe vertritt. Als Standort kommen sowohl die Marie-Bittorf-Anlage als auch die Grünflächen neben der Astrid-Lindgren-Schule beziehungsweise dem Zirkus Zarakali in Frage.

Neben den Wegeverbindungen ist laut Grünflächenamt geplant, neue Sport- und Freizeitanlagen zu bauen und die bereits bestehenden Plätze aufzuwerten. Außerdem soll die Nutzung der Grünflächen einfacher und attraktiver gemacht werden. Finanziert wird die auf zehn Jahre angelegte Erneuerung zu jeweils einem Drittel von Bund, Land und Kommune. Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich laut Grünflächenamt auf rund 7 Millionen Euro. Bisher seien rund 700 000 Euro genehmigt worden, sagt Heidelbach. Ab Januar 2020 wolle man mit der Umsetzung beginnen. Im September muss noch die Stadtverordnetenversammlung über das ISEK abstimmen. hro

Anregungen und Kritikzum Erstentwurf können Bürger am Samstag, 22. Juni, 15 bis 19 Uhr auf dem Grünzug in der Platenstraße einbringen.

Diese Artikel auf fr.de* könnten Sie auch interessieren:

Kampf gegen den Klimawandel in Frankfurt

Die Stadt gibt mehr Geld für die Pflege von Grünflächen und Parks aus, weil diese stark genutzt werden und unter extremen Hitzeperioden leiden.

Frankfurt geht gegen Sportanbieter in öffentlichen Parks vor

Die Stadt Frankfurt will gegen Geschäftsleute vorgehen, die in öffentlichen Parks gegen Bezahlung Sportkurse anbieten.

Yoga bringt in Frankfurt Anwohner um ihre Ruhe

Immer öfter nutzen Sportanbieter Parks in Frankfurt als Trainingsfläche. Das ärgert die Anwohner, die sich in ihrer Ruhe gestört fühlen. Außerdem ist die kommerzielle Nutzung der öffentlichen Grünflächen verboten.

fr.de* ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare