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Frankfurt: Digital gegen Verpackungsmüll

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Von: Thomas Stillbauer

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Mehrweg für Essen und Trinken.
Mehrweg für Essen und Trinken. © FES

Aus dem Mainbecher wird „MainMehrweg“ – und das System gilt künftig auch für Essen.

Eine „deutschlandweit einmalige Kooperation für den Umweltschutz“ kündigt die Frankfurter Müllentsorgerin FES an: Das hiesige plastikfreie Mehrwegsystem „Mainbecher“ tut sich mit „Europas größtem digitalen Mehrwegsystem“ namens Vytal zusammen, „bekannt aus der Fernsehsendung ,Höhle der Löwen‘“. Dadurch werde die Abfallvermeidung bei Mitnehm-Verpflegung einfacher.

Dem Pfandsystem Mainbecher haben sich seit der Einführung 2019 laut FES mehr als 130 Cafés angeschlossen. Die Kundschaft tauscht beim Kaffeeausschank eine hölzerne Pfandmarke gegen den Becher. 2023 greift aber bundesweit die Mehrwegangebotspflicht: Die Gastronomie muss dann Mehrwegsysteme anbieten und/oder Behältnisse von Kundinnen und Kunden befüllen, je nach Betriebsgröße. Weil Frankfurt außerdem „Zero Waste City“ (Null-Müll-Stadt) werden will, geht am Dienstag, 4. Oktober, etwas Neues los.

App statt Pfand

Dann wird „Mainbecher“ zu „MainMehrweg“, denn die Kooperation mit dem Digitalsystem Vytal bedeutet: Es geht nicht mehr nur um Kaffee. „Es bedarf nun nur noch einer App für alles, To-go-Essen und Trinken“, verkündet die FES.

Die App ersetzt dann die hölzerne Pfandmarke, die bis Ende Oktober gegen einen Becher getauscht werden kann. Fortan nutzt die Kundschaft dann Mehrweggeschirr auch beim Bestellen per Lieferdienst.

Das Bechersystem hat kein Pfand mehr und nach wie vor kein Plastik, denn der Becher besteht aus Lignin, einem Reststoff der Papierindustrie. Die Vytal-App sei mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ zertifiziert und verfüge über ein Tracking, wie viele Verpackungseinheiten dadurch eingespart werden, berichtet die FES. Wer keine App nutzen wolle, könne in teilnehmenden Betrieben eine Offlinekarte kaufen. Sie werde wie der QR-Code der App eingescannt.

Wie das konkret funktioniert , ist nachzulesen im Internet unter der Adresse www.mainmehrweg.de

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